Dienstag, 21. August 2018 18:55 Uhr

Harsche Kritik: Madonna fliegt ihr VMA-Auftritt um die Ohren

Bei ihrem Auftritt bei den MTV VMAs hat sich Madonna in den Augen der Zuschauer nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Was eigentlich ein Tribut für die kürzlich verstorbene Soul-Größe Aretha Franklin sein sollte, wurde von der Queen of Pop in eine Madonna-Show verwandelt.

Harsche Kritik: Madonna fliegt ihr VMA-Auftritt um die Ohren

Ich. Ich. Ich. Madonna. Foto: Stefan Jeremiah/WENN.com

Von den Zuschauern wurde der Madonnas Auftritt bei den MTV Video Music Awards beinahe einstimmig verrissen. Der Tribut begann mit einem kurzen Clip, der die im Alter von 76 Jahren an Krebs verstorbene Sängerin ehren sollte. Dann betrat Madonna die Bühne und begann, detailliert zu schildern, wie ihre Karriere anfing und wie schwer es damals für sie war – und das ganze zehn Minuten lang. Sie erzählte, dass es ein Auftritt Franklins gewesen war, der den Ausschlag für ihre Karriere gegeben hatte.

„Nichts von alledem hätte ohne die Queen of Soul geschehen können“, so die „Like a Virgin“-Sängerin. „Sie hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Und ich weiß, dass sie auch viele der Anwesenden heute Abend stark beeinflusst hat.“ Weiter sagte die 60-Jährige: „Ich möchte Aretha dafür danken, dass sie uns Kraft gegeben hat. R-E-S-P-E-K-T. Lang lebe die Königin!“ Anschließend kündigte Madonna Camila Cabello an, die den Preis „Video of the year“ für ihre Single „Havana“ gewonnen hat.

Wütende Zuschauer-Reaktionen

Viele Zuschauer daheim waren der Meinung, Madonna hätte sich bei ihrer Rede lieber auf Aretha Franklin konzentrieren sollen und zeigten sich entsetzt von der Ich-Bezogenheit des Tributs. Sie machten ihrem Ärger auf Twitter Luft. „Während der gesamten Rede über Aretha Franklin hat Madonna nur über sich selbst gesprochen“, so ein Twitter-Nutzer. „Ich hab zum ersten Mal seit Jahren die VMAs geschaut, und Madonna hat nur zehn Minuten lang über sich selbst geredet und dann Havana als Video des Jahres angekündigt“, sagte ein anderer.

Und: „Madonna kam auf die Bühne und hat ihre gesamte Zeit nur dafür genutzt, um über sich selber zu reden und darüber, wie sie es allen andere gezeigt hat. So respektlos!“ „Um das klarzustellen, ich LIEBE Madonna, ich bin ein großer Fan. Sie sollte nur nirgendwo sein, wo es um Aretha geht“, äußerte sich der Politik- und Kulturkommentator Marc Lamont Hill auf Twitter.

Quelle: instagram.com

„Wer auch immer Madonna auf die Bühne gelassen und für ein Tribut für Aretha Franklin dort hingestellt hat, sollte seinen Job los sein“, so Alicia Garza, Mitbegründerin der „Black lives matter“-Bewegung. Andere beschuldigten Madonna der kulturellen Unangemessenheit, da sie einen schwarzen Kaftan und geflochtene Haare trug.

„Man ist einer Ikone gegenüber nicht derart respektlos“, schrieb ein weiterer Twitter-User. „Entweder man ehrt sie, indem man ihre Geschichte erzählt, oder man hält die Klappe. Was für eine Dreistigkeit!“ (CI)

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