Dienstag, 10. März 2020 15:48 Uhr

Harvey Weinstein: Anwälte betteln um milde Strafe

imago images / ZUMA Press

Harvey Weinsteins Anwälte glauben, dass ihr Mandant stirbt, wenn er länger als fünf Jahre ins Gefängnis muss. Der 67-jährige Filmproduzent wurde im Februar unter anderem der Vergewaltigung schuldig gesprochen.

Nun wartet der ehemalige ‚Miramax‘-Chef auf die Verkündung seines Strafmaßes, das am 11. März bekannt gegeben werden soll. Seine Anwälte haben derweil ein Schreiben eingereicht, in dem sie um eine maximale Gefängnisstrafe von fünf Jahren bitten. Zudem erwähnten sie die angeblichen „ernsten und dauerhaften Gesundheitsprobleme“.

Jede Strafe über das Mindestmaß von fünf Jahren hinaus wäre eine lebenslange Strafe für Weinstein, der dann aufgrund seines Gesundheitszustandes im Gefängnis sterben könnte.

Wie geht es Weinstein wirklich?

Dem ehemaligen Hollywood-Mogul könnten aber sogar bis zu 29 Jahre Haft drohen. Weinstein hatte den gesamten Prozess lang über Schmerzen geklagt und war nach der Verkündung des Urteils zunächst ins Krankenhaus eingewiesen worden, wo er aufgrund von Herzproblemen operiert wurde.

Nun befindet er sich im berüchtigten New Yorker Gefängnis Rikers Island. Die Opfer des in Ungnade gefallenen Filmemachers sind derweil erleichtert über den Schuldspruch ihres Peinigers.

Opfer haben nicht damit gerechnet

Im Gespräch mit der Zeitung ‚The Guardian‘ erklärte beispielsweise Rose McGowan, an der er sich ebenfalls vergangen hat: „Alle haben erwartet, dass er sich wieder herauswindet, auch ich. Meiner Erfahrung nach ist seine Verteidigung so stark. Die Fälle, die aufgerollt wurden, sind noch nie in einem Gericht gewonnen worden. Und außerdem bin ich nur eine Frau. Wir haben nicht erwartet, irgendetwas zu kriegen.“ (Bang)

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