Harvey Weinstein plädiert in neuem Prozess auf nicht schuldig

Harvey Weinstein im Januar 2020 während des Prozesses in New York. (smi/spot)
Harvey Weinstein im Januar 2020 während des Prozesses in New York. (smi/spot)

imago images/UPI Photo

21.09.2021 11:16 Uhr

In New York wurde Harvey Weinstein bereits wegen diverser sexueller Übergriffe zu 23 Jahren Haft verurteilt. Nun steht der ehemalige Hollywood-Produzent auch in Los Angeles vor Gericht. Er plädiert auf nicht schuldig.

In New York wurde Harvey Weinstein (69) 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in verschiedenen Fällen zu einer Haftstrafe von 23 Jahren verurteilt. Nun muss sich der ehemalige Hollywood-Produzent auch in Los Angeles vor Gericht verantworten. Wie unter anderem CNN berichtet, plädiert Weinstein auf nicht schuldig.

Im Superior Court Metropolitan Courthouse in Los Angeles stand am Montag zunächst eine Vorverhandlung an. Dabei sollten die Formalitäten des Prozesses geklärt werden. Weinstein muss sich in zehn Fällen verantworten. Eine elfte Anschuldigung wurde vom Gericht wegen Verjährung abgewiesen.

Spielen Weinsteins Anwälte die Mitleidskarte?

Der ehemalige Hollywood-Mogul wurde im Rollstuhl in den Gerichtssaal geschoben. „Er kann nicht gehen, er kann nicht sehen“, sagte Weinsteins Anwalt Mark Werksman. Im Gefängnis in Los Angeles, in das er für seinen Prozess untergebracht wurde, befinde sich Weinstein laut Werksman de facto in „Einzelhaft“, sein Mandant sei wegen seiner Prominenz weggesperrt worden.

Für viele Beobachter gehört zu der Strategie von Weinsteins Vertretung, den Angeklagten als körperlich hilflos darzustellen. Nach einer Rückenverletzung durch einen Autounfall ist Weinstein auf Hilfe beim Gehen angewiesen.

Gegen die Verurteilung in New York legten Weinsteins Anwälte im April 2021 Berufung ein, sie wollen den Fall neu aufrollen lassen.