Mittwoch, 22. Januar 2020 08:22 Uhr

Harvey Weinstein: Zärtliche E-Mails von Zeugen?

imago images / UPI Photo

Harvey Weinsteins Anwälte behaupten, liebevolle E-Mails von Zeugen erhalten zu haben. Der 67-jährige ehemalige Hollywood-Mogul soll laut Aussage seines Rechtsbeistands Damon Cheronis eine Menge zärtlich verfasster E-Mails angeblicher Opfer parat haben, um die Behauptung zu entkräften, er sei ein Sexualstraftäter.

Laut Cheronis soll eine Zeugin Weinstein ihre neue Telefonnummer mitgeteilt haben, während eine andere darum bat, den Filmemacher ihrer Mutter vorzustellen. Der Jurist erklärte: „Wir haben dutzende und dutzende E-Mails, die Statements von Klägerinnen enthalten, aus denen hervorgeht, dass sie in einer Beziehung mit Mr Weinstein waren, darunter auch Liebesbeziehungen […].“ Ob die E-Mails vor Gericht Bedeutung haben werden ist noch nicht klar.

Verlegung des Prozesses?

Erst vor kurzem versuchte das Anwaltsteam des ehemaligen Miramax-Chefs, den Ort des Gerichtsprozesses gegen Weinstein zu verlegen. Aktuell findet der Prozess, in welchem dem Star die mutmaßlichen Sexualverbrechen vorgeworfen werden, in New York statt. Seine Verteidigung hatte nun jedoch einen 87-seitigen Antrag gestellt, in dem sie den Richter bittet, den Ort des Prozesses zu verlegen. Grund: Man wolle die ‚karnevalsartige Atmosphäre‘ außerhalb des Gerichtshofs vermeiden, da mit Demonstrationen und Protesten zu rechnen sei.

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