Hassbotschaften an Arzt – Polizei ermittelt

Die Polizei ermittelt inzwischen in mehr als 40 Fällen.
Die Polizei ermittelt inzwischen in mehr als 40 Fällen.

picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa

12.08.2021 11:06 Uhr

Einer Impfgegnerin legte der Mediziner nahe, sich einen anderen Arzt zu suchen. Seitdem sieht er sich mit Gewaltandrohungen konfrontiert. Inzwischen steht der Hausarzt unter Polizeischutz.

Wegen Hassbotschaften gegen einen Hausarzt im Kreis Osnabrück, der keine Corona-Impfgegner mehr in seiner Praxis behandeln will, ermittelt die Polizei bislang in mehr als 40 Fällen.

Bei dem überwiegenden Teil gehe es um Beleidigungen, in weiteren Einzelfällen auch um Bedrohung und Volksverhetzung, sagte eine Polizeisprecherin.

Tatverdächtige ermittelt

Einige Tatverdächtige konnten demnach auch bereits ermittelt werden, wohl da sie etwa Hassmails mit vollständigen Namen unterzeichneten. Noch sei dies aber nur ein Zwischenstand. Die Ermittlungen liefen weiter, betonte die Sprecherin. Zunächst hatte der NDR berichtet.

Nachdem der Mediziner einer nicht impfwilligen Patientin nahegelegt hatte, sich einen anderen Hausarzt zu suchen, bekommt der Arzt Gewaltdrohungen. Er steht unter Polizeischutz.

Der Arzt hatte der Deutschen Presse-Agentur vergangene Woche gesagt, er bekomme mehrere Nachrichten per Telefon und E-Mail im Stundentakt. Demnach handele es sich dabei um verstörende Gewaltfantasien, die sich gegen ihn und sein Team richteten.