Dienstag, 4. Juni 2019 13:29 Uhr

Heidi Klum: Übernimmt sie jetzt auch „RuPaul’s Drag Race“?

Fotos: WENN.com / Sheri Determan/WENN.com

Die deutschen Fernsehsender versuchen im Zeitalter von Netflix und Amazon Prime händeringend die Zuschauer an sich zu binden. Dabei werden neue TV-Formate erfunden oder aus dem Ausland eingekauft. So könnte jetzt auch der US-Castingshow-Hit „RuPaul’s Drag Race” noch in diesem Jahr einen deutschen Ableger bekommen.

Heidi Klum: Übernimmt sie jetzt auch "RuPaul’s Drag Race"?

Fotos: WENN.com / Sheri Determan/WENN.com

In dieser Sendung werden seit über 10 Jahren – ähnlich wie bei „Germany’s Next Topmodel“ – Amerikas nächste Top Drag Queens gesucht. Gecastet und moderiert wird die weltweit beliebte Show von Drag-Legende RuPaul (58) und ständig wechselnden Stargästen wie Khloe KardashianDemi Lovato oder auch Lady Gaga

„Es ist traurig, es ist erbärmlich“

Laut Medienberichten soll sich nun eine Produktionsgesellschaft, die viele Formate für ProSieben realisiert, die Rechte für „RuPaul’s Drag Race“ für den deutschen Markt gesichert haben. Hartnäckige Gerüchte besagen, dass bereits seit letztem Jahr Männer kontaktiert wurden, um bei der deutschen Fassung des Drag-Wettbewerbs teilzunehmen. Die Dreharbeiten sollen angeblich noch in diesem Sommer beginnen.

Und auch erste Namen über die angebliche Jury sind durchgesickert und sorgen in der queeren Szene für entsetzen: Heidi Klum und Bill Kaulitz. Da stellt sich für viele die Frage: Was hat der Tokio Hotel-Star um Gottes Willen mit dieser Thematik zu tun? Er hat sich weder selbst als Teil der Community bezeichnet, noch sich irgendwie für queere Themen stark gemacht.

Quelle: instagram.com

Artet die Sendung zu einem schrillen Menschenzoo aus?

„Es ist traurig, es ist erbärmlich“ kommentiert die das Berliner Szene-Magazin „Siegessäule“ diese Gerüchte. Hierbei würde eine Sendung, die ein wichtiger Teil der Drag-Subkultur ist im Mainstream verheizt ohne Menschen in die Jury einzubeziehen, die tatsächlich Teil dieser Szene sind.

Quelle: instagram.com

So äußert auch das Schwulen-Magazin „Blu“ große Bedenken: „Das Format kann ohne die Verwurzelung in die Community auch zu einem queeren Menschenzoo für die Belustigung des heteronormierten Nachmittagsfernsepublikums verkommen.“

Nun bleibt abzuwarten, ob der Sender wirklich eine herzlose Version des Formats ins Rennen schickt, welche ohne die eigentliche Identität auf den Mainstream-Markt losgelassen wird.

 

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