Montag, 14. Oktober 2019 22:40 Uhr

Heike Makatsch auf dem Traumschiff nach New York

Foto: Erwin Ennenbach

Philipp Stölzl („Der Medicus“) verfilmte das Musical „Ich war noch niemals in New York“: Nach dem Millionen-Erfolg auf deutschen Bühnen kommt das Stück nun als Großproduktion ins Kino! Mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht, Michael Ostrowski, Pasquale Aleardi und Marlon Schramm konnte ein großartiger Cast für den charmanten Musikfilm gewonnen werden.

Im Interview mit dem Verleih sprach Hauptdarstellerin Heike Makatsch über ihre neue Rolle.

Heike Makatsch, wie kam’s dazu, dass Sie die Rolle der Lisa Wartberg übernommen haben?
Ich bekam das Drehbuch und wusste sofort: ich will das machen, unbedingt. Ich habe schon beim Casting gewusst: hier kommt alles zusammen, was sich ein Schauspieler nur wünschen kann – wunderbare Kollegen, toller Kameramann, super Departements und Phillip Stölzl, dieser wahnsinnig leidenschaftliche, genaue, liebevolle Regisseur, der wirklich kämpft um diese Geschichte, um jede Einstellung.

Heike Makatsch auf dem Traumschiff nach New York

Foto: Erwin Ennenbach

Was für ein Mensch ist Lisa?
Ein schwieriger. – Weil sie nicht verletzt werden möchte, in der Liebe oder in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, hat Lisa die Einsamkeit gewählt. Sie hat die Bewunderung von Millionen, lässt aber keine wirkliche Intimität zu. Diese Art von Härte und dieses Diva-Sein lebt sie vor allem an ihrer Entourage aus. Abends sitzt sie dann aber allein mit dem Wein auf der Couch und guckt sich die Wiederholung ihrer eigenen Show an. Das ist die Kehrseite der ganzen Medaille.

Durch widrige Umstände kommt sie dann auf dieses Kreuzfahrtschiff und wird all der Dinge beraubt, die sie sich als Krücken im Leben aufgebaut hat. Sie muss die Kabinen putzen und wird aus ihrer Glamourwelt verbannt. – Und plötzlich – und vielleicht genau deswegen – dringt die Liebe zu ihr durch. Und dann wird’s spannend, was mit ihrer Persönlichkeit passiert.

Wie beschreiben Sie „Ich war noch niemals in New York“?
Es ist ganz, ganz viel Gefühl. Die Musik nimmt einen im besten Sinne gefangen, zwingt einen zum Lachen oder zum Weinen oder zum Mitfiebern. Ich glaube, was den Film besonders macht, ist das Herz – also wirklich ein authentisches Gefühl, das sich durch jede Szene zieht.

Trotz Humor und Romantik geht es in „Ich war noch niemals in New York“ ja um Wichtiges, nämlich um verpasste Leben. Es geht um verschiedene Menschen, die in einen Ausnahmezustand kommen: Sie treffen sich alle auf einem Kreuzfahrtschiff und können dort ihr gewohntes Leben nicht weiterführen. Sie merken dabei, dass sie bisher ihr Leben nicht nach dem Traum gelebt haben, den sie eigentlich hatten, nach den Bedürfnissen, die für sie wichtig wären. – Und dann führt die Geschichte sie dort hin, dass sie endlich sich befreien.

Heike Makatsch auf dem Traumschiff nach New York

Foto: Erwin Ennenbach

Welche Bedeutung hatten die Songs von Udo Jürgens vor der Arbeit an diesem Film für Sie?
Sie waren nicht unbedingt das, womit ich mich als Jugendliche identifiziert habe – aber ich habe immer schon anerkannt, dass Udo Jürgens Musik für Millionen geschrieben hat, Musik, die wir alle mitsingen können. Und ob wir es wollen oder nicht, die Hooklines kennen wir alle – und erwärmen uns gerne dran.

Ich muss sagen, dass jetzt die Arrangements, hier in unserem Film, die diese Udo-Jürgens-Lieder in einem neuen Gewand erscheinen lassen, mir ganz besonders gut gefallen. Da erkennt man noch mal neu den Gehalt, den diese Lieder haben, und was der in den Leuten auslösen kann. Die Songs sind wirklich perfekt für ein Musical.

Heike Makatsch auf dem Traumschiff nach New York

Foto: Erwin Ennenbach

Und, haben Sie jetzt einen Lieblingssong von Udo Jürgens?
Die Ballade „Was wichtig ist“, die mag ich schon sehr. Und dann singe ich ja mit Moritz zusammen „Ich will, ich kann“. Toll. Ich schätze „Ich weiß, was ich will“. Das ist ein großartiges Tanzlied. Ich liebe aber auch „17 Jahr blondes Haar“, und, …ach, auch „Und immer wieder geht die Sonne auf“. – Es sind schon gute Songs!

Was, glauben Sie, Heike Makatsch, ist das entscheidende Potential dieses Filmmusicals?
Ich hoffe, dass der Film die Herzen der Zuschauer öffnet. Denn das können diese kalten Zeiten wirklich gut gebrauchen.

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