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Donnerstag, 20. Dezember 2018 22:57 Uhr

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Anelia Janeva

Die Trennung von Helene Fischer und Florian Silbereisen bildet den Schlusspunkt eines Jahres, in dem sich die Schlagerkönigin neu zu erfinden schien: Helene wurde politischer, nahbarer und auch persönlicher. Was bedeutet das für die Zukunft?

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Anelia Janeva/ Universal Music

Seit mehr als zehn Jahren ist Helene Fischer eine Marke. Das kann man sogar wörtlich nehmen. Ob Babyrassel oder Christbaumschmuck: Eine Unzahl von Produkten hat die 34-Jährige beim Patentamt schützen lassen.

Und dann ist da noch dieser andere Markenbegriff: Helene Fischer als Liebling ihrer Fans, als nationaler Superstar, der Arenen füllt und von einer riesigen Anhängerschar heiß und innig geliebt wird – und von anderen verachtet; der laut „Forbes“-Magazin zu den bestverdienenden Live-Musikerinnen der Welt gehört, besser noch als Britney Spears.

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Rene Neumann

Germany’s Showstar Nr.1

Fischer ist Deutschlands Musikstar Nummer eins. Auch in diesem Jahr dominiert sie die offiziellen deutschen Jahrescharts, ihr Album steht in der Jahreswertung wiederholt auf dem ersten Platz.

Bei ihrem Aufstieg war einer fast immer dabei: Florian Silbereisen, ebenfalls Schlagersänger, Moderator von Volksmusik-Sendungen und bis vor kurzem der Mann an Fischers Seite. Am Mittwoch hatten beide die Trennung auf Facebook verkündet – und einen neuen Mann an Fischers Seite. Fischers Sprecher bestätigte die Trennung.

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Anelia Janeva/ Universal Music

„Thomas“, schrieb Florian Silbereisen, sei „ein toller Kerl“, den er schon lange kenne. Nach Medienberichten handelt es sich dabei um den Tänzer und Strapaten-Akrobaten Thomas Seitel, der zuletzt Teil von Fischers Showprogramm bei Konzerten war. Wie „Bild“ und auch RTL berichteten, sprach Seitel in der HR-Sendung „Hallo Hessen“ im Oktober noch von einem Arbeitsverhältnis. Auf die Frage, ob Silbereisen nicht manchmal eifersüchtig sei, sagte er damals: „Natürlich muss sie mir nahe kommen in der Luft, denn sie möchte ja nicht, dass sie fällt. Und ich auch nicht.“

Barfuß, ungeschminkt, politisch

Es ist der Schlusspunkt eines Jahres, in dem Fans und Öffentlichkeit Helene Fischer neu kennenlernten: Mal barfuß und ungeschminkt, mal sogar politisch, zeigte sich die „Atemlos“-Sängerin 2018, wo vorher stets perfekte Inszenierung und diplomatisches Schweigen regierten.

Es war ein Wendejahr für Fischer. Es begann mit einer Krankheit, wegen der sie mehrere Konzerte absagte. Schon das war für die Marathon-Frau ungewöhnlich. „Ich bin auch nur ein Mensch und ich wurde krank, und wir holen auf jeden Fall alle Konzerte nach“, versprach sie und hielt Wort. Ob Silbereisen sie in dieser Zeit umsorgt habe, wurde sie später bei einer ARD-Show gefragt. Klar, er habe sich „sehr, sehr süß gekümmert“. Zuvor hatte sie noch Schwangerschaftsgerüchte dementiert, die nach den Konzertabsagen aufgekommen waren.

„Ja, es gibt einen neuen Mann in meinem Leben und daraus will ich kein Geheimnis machen“, schrieb sie nun in einem Statement. Auch Silbereisen äußerte sich: wünschte Glück und betonte, er und „Helene“ seien nach der Trennung als Freunde noch enger zusammengewachsen und würden Freunde bleiben, egal was alles geschrieben werde.

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Anelia Janeva/ Universal Music

Spekulationen in den Boulevardmedien

„Woche für Woche“ werde seit zehn Jahren über „Hochzeit, Kinder oder Trennung“ spekuliert. „Seit Jahren schreckt man nicht einmal davor zurück, in unserer Mülltonne zu wühlen, um dort irgendetwas Privates zu finden“, beschrieb er die mediale Dauerbeobachtung, die das Leben zu zweit „nicht nur schön“ gemacht habe. Und: „Während in den letzten Wochen mal wieder über eine bevorstehende Hochzeit spekuliert wurde, waren wir längst getrennt.“

Auch Fischer betont die Freundschaft der beiden – „auch wenn die Liebe schleichend geht, wirft man eine Beziehung nicht einfach nach 10 Jahren bedeutungslos hin“.

Helene Fischer: Was plötzlich an ihr anders ist

Foto: Becher/WENN.com

Einen Vorgeschmack auf die „neue“ Fischer lieferte sie beim Fotoshooting zu 40 Jahren „Vogue“. Die Modezeitschrift hob sie aufs Cover der Jubiläumsausgabe – barfuß. „Ich habe noch nicht mal meine Wimpern getuscht!“, sagte sie in einem Video. „Bist du’s, Helene?“, schrieb die „Bild“ über die Bilder, die Fischer nahbarer als sonst zeigten. „So geerdet und verbunden mit dem Boden – das hat ganz schön viel ausgelöst bei mir“, sagte sie der „Vogue“ über das Shooting.

„Ein Satz vor einem Konzert würde reichen“

Und plötzlich äußerte sie sich nach ausländerfeindlichen Übergriffen in Chemnitz sogar politisch. „Erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen: gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit“, rief sie bei einem ihrer Nachholkonzerte in Berlin den Fans entgegen. Wenige Stunden vor dem Auftritt hatte sie sich schon online geäußert: „Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert.“

Quelle: instagram.com

Immer wieder war sie auch von Kollegen aus dem Showgeschäft aufgefordert worden, sich zu wichtigen Themen zu äußern – unter anderem von Udo Lindenberg und Showmaster Klaas Heufer-Umlauf: „Ein Satz vor einem Konzert würde reichen.“ Heufer-Umlauf änderte seinen Twitter-Namen nach dem Konzert als Hommage kurzerhand in „Klaas Helene-Umlauf“. Zuvor hatte Fischer – nach einigen Tagen – schon die Echo-Vergabe an die Rapper Farid Bang und Kollegah verurteilt, die eine Debatte über die Salonfähigkeit von Antisemitismus auslöste und zum Ende des Echos führte.

Lob von Feine Sahne Fischfilet

Am Ende dieses Schicksalsjahres nun kann man sich Fischer fast auf einer Bühne mit dem – betont unperfekten – Jan „Monchi“ Gorkow vorstellen. Musikalisch könnten der Frontmann der Band Feine Sahne Fischfilet und Fischer kaum weiter auseinanderliegen. Auch die traditionell eher konservative Schlager-Fanbase und die der Punkband dürften nahezu keine Berührungspunkte haben. „Wenn sich Leute positionieren, weil sie meinen, dass es an der Zeit ist, so wie kürzlich Helene Fischer, dann finde ich das gut“, sagte „Monchi“ nun der „Rheinischen Post“. Und: „Diejenigen, die an die Gesellschaft glauben, müssen zusammenhalten.“

Wie es jetzt weitergeht? 2019 ist bei Helene Fischer vieles möglich. (Oliver Beckhoff, dpa)

Pikantes am Rande: die Fotos auf dieser Seite wurden größtenteils von Anelia Janeva aufgenommen. Laut ‚Bild‘ war sie mit Thomas Seitel zusammen, war selbst zwischen 2012 und 2014 zeitweise auch Tänzerin bei der Fischer-Show. Außerdem arbeitete sie auch als Visagistin und Fotografin für die Sängerin.

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