Himalaya-Ziel „dahoam“ an Kampenwand gemeistert

Die Brüder Kunz an der Kampenwand.
Die Brüder Kunz an der Kampenwand.

-/Tourist Information Aschau i.Ch. /dpa

24.03.2021 13:56 Uhr

Zwei Brüder wollen ganz hoch hinaus. Weil es coronabedingt mit der Anreise zum Mount Everest nicht geklappt hat, haben sie sich eine Alternative überlegt.

Himalaya-Herausforderungen „dahoam“ haben zwei Sportler aus Bayern absolviert. Mangels Reisemöglichkeiten zum Dach der Welt verlegten sie den Mount Everest (8848 Meter) gedanklich an die heimische Kampenwand (1669 Meter) – und bestiegen den Hausberg einfach zehn Mal.

Bei den Aufstiegen am Dienstag mit Tourenskiern von der Talstation (626 Meter) zur Steinlingalm (1437 Meter) absolvierten die Brüder Alex (20) und Alois Kunz (24) aus Aschau am Chiemsee so knapp 83 Kilometer und 8855 Höhenmeter – sieben Höhenmeter mehr als die Höhe des Everest, wie der Leiter der Tourist Info Aschau und Sachrang, Herbert Reiter, am Mittwoch mitteilte.

Die beiden Aschauer hätten zum Ende der Saison noch einmal eine besondere sportliche Herausforderung gesucht, nachdem wegen der Pandemie in Deutschland sämtliche Rennen ausgefallen waren.

Die Skibergsteiger seien am Dienstag um 4.00 Uhr gestartet und hätten ihr Ziel nach 14 Stunden und zehn Minuten – reine Aufstieg- bzw. Abfahrtszeit 13 Stunden und neun Minuten – gegen 18.00 Uhr erreicht. Für den echten Everest wären das freilich – bei dünner Luft in Eis und Schnee – Rekordzeiten.