09.08.2020 14:05 Uhr

Husarenstück: So führt Florian Schroeder die Corona-Protestierer vor

Kabarettist Florian Schroeder (40) hat jetzt ein besonderes Husarenstück abgeliefert. Bei einer Corona-Demo am Samstag führte er ein paar hundert Demonstranten vor.

Foto: Youtube/Florian Schroeder

Der 40 Jahre alte Kabarettist wollte nach eigenen Worten „die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit“ austesten. Das Ergebnis ist ernüchternd für die Protestierer. Zunächst wurde der Star-Comedian bejubelt, doch allmählich entglitten den Demonstranten die Gesichtszüge.

Viraler Hit im Netz

„Nach meinem Soloprogramm im NDR haben mich die Querdenker 711 eingeladen. Ich bin hingegangen und habe in Stuttgart gesprochen. Über das Grundgesetz, Meinungsfreiheit und den Unterschied zwischen Freiheit und Verantwortungslosigkeit“, schrieb Florian Schroeder zu einem Video auf YouTube, dass innerhalb weniger Stunden über 78.000 mal angeklickt wurde.

Seine Performance begann er so: „Mein Name ist Schroeder, ich komme aus dem Mainstream. Man hat mir gesagt, hier in Stuttgart ist die Freiheit.“ Jubel vom Publikum.

500 oder 5000?

Bezugnehmend auf eine Corona-Demo letzten Samstag in Berlin sagte Schroeder: „Ich habe mir gesagt, wenn letzte Woche in Berlin 1,3 Millionen waren, dann sind hier heute in Stuttgart 130.000!“ Die Veranstalter der von einer Gruppe namens „Querdenken 711“ organisierten Demo in Stuttgart sprachen von 5000 Teilnehmern, die Polizei will nur 500 gezählt haben.

Dann fragte Schroeder, ob wir in Deutschland „in einer Corona-Diktatur“ leben würden. Nachdem ihm ein vielstimmigen „Ja“ entgegenschallte, rief er: „Wenn wir irgendeine Form von Diktatur hätten, dann dürftet Ihr euch hier gar nicht versammeln, dann dürftet Ihr hier gar nicht stehen.“ 1:0 für Schroeder.

Demonstranten und die Meinungsfreiheit

Der Kabarettist fügte hinzu: „Ich bin der Auffassung, dass Corona eine hochgefährliche, ansteckende Krankheit ist, und ich bin der Überzeugung, dass Maskentragen und Abstand halten das Wichtigste und Beste ist, was wir in diesen Tagen tun können.“ Schroeder erntete Buhrufe und kommentierte die mit:

„Wenn Ihr für Meinungsfreiheit seid, müsst Ihr meine Meinung aushalten.“

Und Schroeder fügte hinzu: „Wenn ihr Demokraten seid, haltet ihre meine Meinung aus – ohne zu buhen, liebe Freundinnen und Freunde.“ 2:0!

Reaktionen im Netz

Bei Twitter sind die Reaktionen auf den Auftritt dementsprechend:

Doch auch Kommentare wie diese gehören zur vielzitierten „Meinungsfreiheit“: