Hype um „Clubhouse“: Das kann die neue Social-Media-App

Clubhouse

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18.01.2021 19:45 Uhr

„Clubhouse“ ist DER neue Place to be. Zumindest online. Die Social-Media-App löste binnen wenigen Tagen einen Riesen-Hype aus. Alle wollen rein, aber nur wenige schaffen es. Wir erklären, was es mit der App auf sich hat.

Bananenbrot, „Tiger King“, Hula Hoop: Die Coronapandemie hat schon so einige Hypes ausgelöst. Das neue große Ding? „Clubhouse“! Die Social-Media-Plattform hat in den vergangen Tagen für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt und wurde  innerhalb weniger Stunden an die Spitze der Downloadcharts katapultiert und das, obwohl die App bisher nur für einen exklusiv ausgewählten Kreis verfügbar ist.

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So funktioniert „Clubhouse“

„Clubhouse“, eine Social App, ist nichts anderes als Instagram, Twitter, TikTok und Co.? Oh doch! Denn hier gibt es keine Bilder, keine Videos, keine Kommentare, keine Likes: Die neue Plattform setzt ausschließlich auf Audio-Inhalte. In virtuellen Räumen können sich die User über verschiedenste Themen austauschen und dabei selbst entscheiden, ob sie passiv dem Gespräch lauschen oder sich aktiv daran beteiligen wollen. Fast wie ein Live-Podcast zum Mitmachen und dieses Konzept hat durchaus Potenzial! Denn ein bisschen fühlt es sich an wie die spontane, unerwartete und inspirierende Unterhaltung, die wir in Zeiten vor Corona in der überfüllten Küche einer WG-Party geführt haben. Und mal ehrlich: Die vermissen wir doch alle, oder? Jeder User hat die Möglichkeit, einen eigenen Audio-Chatraum zu eröffnen und sich so mit der ganzen Welt oder einfach nur privat mit Freunden in einem geschlossenen Raum, zu vernetzen.

Clubhouse

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Mitmachen nur mit Einladung erlaubt

„Clubhouse“ scheint das Berghain der Social-Media-Plattformen zu sein: Alle wollen rein, um wenigstens einmal kurz einen Blick zu erhaschen. Für die meisten bleibt die virtuelle Tür jedoch verschlossen. Denn Mitmachen kann nicht jeder und gerade das macht neugierig. Um Teil der exklusiven „Clubhouse“-Community zu werden, braucht man einen sogenannten „Invite“ und diese exklusive Einladung können nur bereits bestehende Mitglieder verteilen. Connections und Vitamnin-B sind also alles. Wer niemanden kennt, der jemanden kennt, kann sich immerhin schon auf eine Warteliste eintragen und einen User-Namen reservieren. Inzwischen gibt es sogar Telegram-Gruppen, in denen Interessierte sich vernetzen und ihre Invites austauschen können. Die Gründer Paul Davison und Rohan Seth kündigten in einem offiziellen Statement allerdings an, dass die App bald für alle zugänglich sein wird. Nur eine Strategie? Ein großer Faktor, der den Hype um „Clubhouse“ auslöst, ist schließlich die Tatsache, dass die App eben nur für einen exklusiven Kreis zugänglich ist.

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Diese Stars und Politiker sind bereits „Clubhouse“-Mitglieder

Befeuert wird der Riesen-Hype um die neue App natürlich auch von einigen Celebrities. So tummeln sich bereits Drake, Paris Hilton und Oprah Winfrey in den „Clubhouse“-Räumen. Und auch deutsche Stars haben das Potenzial der neuen Social-Media-Plattform erkannt: Joko Winterscheidt, Politiker Christian Lindner, Alleskönner & Heimwerker Fynn Kliemann und Singer-Songwriter Olli Schulz sind bereits Teil der exklusiven „Clubhouse“-Gang.

Kritik an „Clubhouse“

Mit dem großen Hype kommt natürlich auch die große Kritik. Genau wie viele andere Social-Media-Plattformen, hat auch „Clubhouse“ mit Hatespeech und Belästigung zu kämpfen, denn auch geladenen Gäste können sich im Ton vergreifen. Da sich die App bisher noch in der Beta-Phase befindet, gibt es wenig Möglichkeiten, das Verhalten der User zu überwachen und im Zweifel einzuschreiten. Community-Guidelines, Moderatoren und ein wachsendes Team soll dieses Problem allerdings in den Griff bekommen. Da die Audio-Dateien jedoch nicht gespeichert werden, ist ein Regelverstoß schwer nachweisbar. Ein weiterer Minus-Punkt? Android-Nutzer haben erstmal Pech gehabt: Die App ist bisher nur für Apple-User verfügbar. Perspektivisch soll „Clubhouse“ irgendwann für alle nutzbar sein. Dann auch ohne Einladung. Wann das sein wird, steht allerdings noch in den Sternen. (AB)