Mittwoch, 19. Dezember 2018 22:24 Uhr

Jake Gyllenhaal wird heute 38 Jahre jung

Ein smarter Typ, dieser Jake Gyllenhaal, der sich immer wieder neu ausprobiert. Berührungsängste kennt der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schauspieler dabei nicht.

Jake Gyllenhaal wird heute 38 Jahre jung

Foto: Joseph Marzullo/WENN.com

Um Superheldenfilme macht Jake Gyllenhaal eigentlich einen großen Bogen. Verweigert hat er sich nicht, es hat einen anderen Grund: „Ich war nie auf derselben Wellenlänge mit den Menschen, die diese Art von Kino machen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Jetzt aber hat die Chemie offenbar gestimmt: In dem Comic-Spektakel „Spider-Man: Homecoming“ spielt er den Bösewicht Mysterio. Am Drehbuch hat auch die kürzlich verstorbene Comic-Legende Stan Lee mitgeschrieben.

Im Juli 2019 soll das Action-Abenteuer in die deutschen Kinos kommen. Überhaupt stehen im nächsten Jahr wahre Gyllenhaal-Festspiele an. Und da geht es Schlag auf Schlag: Noch vor dem Spider-Man-Film feiert im Februar die Netflix-Produktion „Velvet Buzzsaw“ ihre Premiere. Ab April ist er im Kino im Familiendrama „Wildlife“ zu sehen.

Der Thriller spielt in der Welt der Kunst, in der es um das ganz große Geld geht. Ein Thema, das Jake Gyllenhaal, der heute 38 Jahre alt wird, selbst am Herzen liegt. Als im November ein Swimmingpool-Bild des britischen Malers David Hockney bei einer Auktion in New York mit gut 90 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro) einen Preisrekord für das Werk eines lebenden Künstlers erzielte, war auch Gyllenhaal, der ein großer Bewunderer Banksys ist, bei der Versteigerung unter den Interessierten.

Von der Kunstwelt geht es weiter in die Welt des Westerns. Im März kommt Jacques Audiards bereits mehrfach ausgezeichneter Film „The Sisters Brothers“, in dem es um klassische Motive wie Jagd und Rache geht, in die deutschen Kinos.

Jake Gyllenhaal wird heute 38 Jahre jung

„Wildlife“ mit Jake Gyllenhaal. Foto: SonyPictures

Einen Monat später läuft das Drama „Wildlife“ an, in dem Gyllenhaal einen gefeuerten Golflehrer spielt, der seine Familie verlässt, um einen Waldbrand zu bekämpfen. Er lässt seine Frau (Carey Mulligan) und seinen Sohn Joe (Ed Oxenbould) zurück, die mit der neuen Situation klarkommen müssen.

Zuletzt war Jake Gyllenhaal, der einer der wandlungsfähigsten Schauspieler Hollywoods ist, in seinem vielleicht persönlichsten Film zu sehen: In „Stronger“ spielt er den US-Amerikaner Jeff Bauman, der beim Terrorattentat auf den Boston Marathon 2013 beide Beine verloren hatte. Das sei eine Herausforderung und gleichzeitig eine zutiefst bewegende Erfahrung gewesen, meinte Gyllenhaal beim Filmfest in Toronto. Er selbst bezeichnete damals „Stronger“ als seinen ersten Superhelden-Film.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Jake Gyllenhaal (@jakegyllenhaal) am Dez 14, 2018 um 1:05 PST

Jamie Lee Curtis ist Patentante

Jake Gyllenhaal wurde das Talent in die Wiege gelegt: Die Mutter machte sich als Produzentin und Drehbuchautorin einen Namen, der Vater arbeitet als Regisseur, seine Schwester Maggie ist ebenfalls eine bekannte Schauspielerin. Jamie Lee Curtis („Ein Fisch namens Wanda“) ist seine Patentante.

Schon im Kindesalter stand Jake Gyllenhaal erstmals vor der Kamera: In der Komödie „City Slickers – Die Großstadt-Helden“ war er 1991 als Billy Crystals kleiner Filmsohn zu sehen. Der Durchbruch gelang ihm schließlich zehn Jahre später mit dem Außenseiter-Drama „Donnie Darko“.

Große und kleine Filme

Weitere Stationen seiner Karriere sind Roland Emmerichs Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ (2004) , Sam Mendes‘ Kriegsdrama „Jarhead – Willkommen im Dreck“ (2005) oder Tom Fords Psycho-Thriller „Nocturnal Animals“ (2016). Gyllenhaal war ein rücksichtsloser Kleinkrimineller in „Nightcrawler“ (2014) und schlug sich durch das Boxer-Drama „Southpaw“ (2015).

Ein absoluter Höhepunkt seiner Schaffens war Ang Lees Drama „Brokeback Mountain“ (2005): Für seine Darstellung an der Seite von Heath Ledger als homosexueller Cowboy erhielt Gyllenhaal eine Oscar-Nominierung und wurde unter anderem mit dem britischen BAFTA Award ausgezeichnet. (Wolfgang Marx, dpa)

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