02.03.2020 22:03 Uhr

James Franco reagiert auf Klage wegen sexuellen Missbrauchs

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Die Missbrauchsvorwürfe gegen Schauspieler James Franco sollen „lüstern“ und „falsch“ sein, wie ein Statement seiner Anwälte jüngst behauptete. Der US-Star wurde im Oktober 2019 von zwei Schauspielstudentinnen beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben.

Der „Disaster Artist“-Darsteller James Franco reagierte mit einem Widerspruch auf die Klage des sexuellen Missbrauchs, die Ende 2019 gegen ihn erhoben wurde. Die zwei Frauen Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal beschuldigten Franco und seinen Geschäftspartner Vince Jolivette, sie während ihrer Zeit an der von ihm gegründeten Schauspielschule belästigt und missbraucht zu haben.

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Alles nur Hetze?

Die schriftliche Reaktion des Frauen- und Männerschwarms, die dem ‚People‘-Magazin vorliegt, erklärte die Vorwürfe für „falsch“ und  „provokant“: „Während die lüsternen Anschuldigungen in der Beschwerde viel mediales Futter boten, sind sie trotzdem falsch und hetzerisch, gegenstandslos und unangemessen in Form einer Gruppenklage hervorgebracht, um so viel Öffentlichkeit wie möglich zu bekommen“. Es gehe nur darum, den hart erarbeiteten Ruf des Schauspielers auf unfaire Weise zu zerstören und das alles nur eine Farce für die Gerechtigkeit sei.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Sarah Bowie Tither-Kaplan (@sarahtitherkaplan) am Dez 14, 2019 um 11:11 PST

Frau Tither-Kaplan (im Bild oben) beschuldigte den „127 Hours“-Star, sie als damalige Schülerin an seiner Schauspielschule „Playhouse West Studio 4“ missbraucht zu haben, die bis 2017 existierte. Er habe seine Position als Lehrer ausgenutzt und weitestgehend unangebrachtes und sexistisches Verhalten gegenüber Frauen gezeigt.

James stellte angeblich Rollen in Aussicht und brachte seine Schülerinnen im Unterricht oder bei Vorsprechen in unangenehme Situationen. Die Vorsprechen für Sexszenen erfolgten angeblich via Videoaufzeichnung, die der 41-Jährige später auswerten konnte.

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Kläger suchen angeblich nur Aufmerksamkeit

Franco wird von Tither-Kaplan beschuldigt, ihr bei einer Oral-Sexszene während den Dreharbeiten zum Film „The Long Home“  den Genitalschutz entfernt zu haben, wie es angeblich in der Klage steht. Die junge Schauspielerin sei, laut des Einspruchs, sehr dankbar gewesen Teil einer solchen Produktion gewesen zu sein und man habe stets darauf geachtet, dass sich die Schauspielerinnen während des Drehs wohlfühlen. Niemand, auch nicht Tither-Kaplan, habe sich je beschwert.

Der Amerikaner würde sich aber nicht nur verteidigen, wie es in dem Statement heißt, sondern auch Schadensersatz von den Klägern verlangen für solch eine „ordinäre aufmerksamkeitssuchende Klage“. Wer recht bekommt wird sich noch zeigen, aber in Zeiten von Harvey Weinstein und der #MeToo-Bewegung dürfte James Franco die Pflege seines Rufes etwas schwerer fallen.