Freitag, 4. Oktober 2019 16:10 Uhr

James Franco wegen sexueller Belästigung verklagt

Foto: imago images / ZUMA Press

Hollywood-Star James Franco (41) soll sich Studentinnen an seiner eigenen privaten Schauspielschule sexuell genähert haben.

Zwei ehemalige Studentinnen erheben schwere Vorwürfe gegen den Golden Globe-Gewinner James Franco. Wie „The Hollywood Reporter“ berichtet, verklagen sie ihren damaligen Schulleiter wegen mehrerer Vergehen. Diese drehen sich alle darum, dass der Schauspieler seine Funktion als Lehrer ausgenutzt haben soll, um den Frauen näher zu kommen. Die Frauen werfen dem „Spider-Man“-Star und seinen Geschäftspartnern unter anderem Diskriminierung, sexuelle Nötigung, Einschüchterungen und falsche Versprechen vor.

Nackte Haut für Rollenangebote

Die Klägerinnen, Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal, äußern in der Klageschrift auf der Webseite ihrer Anwälte konkret, dass die Studentinnen an der Einrichtung stets dazu gedrängt wurden, in Sachen Nacktheit und Sex über ihre Grenzen hinauszugehen. Wie die Karotte vor der Nase sollen ihnen dafür Rollenangebote in Filme von Francos Produktionsfirma „Studio 4“ angepriesen worden sein.

James Franco: Wegen sexueller Belästigung verklagt

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Übergriffiger Sexszenen-Kurs

Erschwerend kommt hinzu, dass die Schule einen kostenpflichtigen Sexszenen-Kurs angeboten hatte. Unterricht wurde dieser von niemand anderem als Franco selbst. Die Frauen erzählen, wie der Schauspieler bei einer Kurseinheit die Schutzkappe für den Intimbereich bei einer Studentin entfernt habe, während er eine Oralsex-Szene an ihr darstellte. Zudem soll er wütend darauf reagiert haben, wenn Frauen sich weigerten sich oben ohne zu zeigen.

Sexuelle Ausbeutung

Die Klägerinnen werfen James Franco vor, unbekannte Schauspielerinnen strukturell sexuell ausgebeutet zu haben. „Strukturell“ – er  habe dafür seine Machtstellung an der Schule und in seiner Produktionsfirma missbraucht.

Die Anwälte des Hollywood-Stars weisen die Vorwürfe von sich.  Sie sagten gegenüber ‚The Hollywood Reporter‘, dass ähnliche Behauptungen bereits in der Vergangenheit vorgebracht worden sein. Diese konnten aber stets als unwahr widerlegt werden. Ihr Mandant werde sich vor Gericht gegen die unwahren Aussagen mit einer Verleumdungsklage wehren.

James Franco: Wegen sexueller Belästigung verklagt

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Schauspielschule geschlossen

Nichtsdestotrotz wurde die Schauspielschule inzwischen geschlossen. Schon im Dezember des vergangenen Jahres hatten insgesamt fünf Frauen James Franco in einem Artikel in der „Los Angeles Times“ sexuelle Belästigung vorgeworfen.

Der Schauspieler hatte damals die Vorwürfe in einem Interview in einer Talkshow zurückgewiesen. Sollte er etwas falsch gemacht haben, wolle er es aber wiedergutmachen, erklärte Franco. Kurz zuvor war er bei der Golden-Globe-Verleihung – wie viele andere Stars auch – mit einem „Time’s Up“-Anstecker erschienen, um Solidarität mit der #MeToo-Bewegung zu zeigen, die sexuelle Übergriffe anprangert. (dpa/KT)

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