Mittwoch, 3. Oktober 2018 16:55 Uhr

Jamie Lee Curtis mit „Halloween“ in Hamburg – und da war noch „Mario“

Hollywood-Glanz und ein Tabu-Thema beim Hamburger Filmfest: Jamie Lee Curtis stellt ihren neuen Film „Halloween“ vor. Viel Aufmerksamkeit findet außerdem das Werk „Mario“ über Homosexualität im Profifußball.

Jamie Lee Curtis mit "Halloween" in Hamburg - und dann war da noch "Mario"

Jamie Lee Curtis bei der Premiere von „Halloween“ auf dem Filmfest Hamburg. Foto: Georg Wendt

Beim Hamburger Filmfest hat Hollywood-Star Jamie Lee Curtis ihren neuen Film „Halloween“ vorgestellt. Die 59-Jährige präsentierte das Werk am Dienstagabend persönlich. Curtis schlüpft darin erneut in die Rolle der Laurie Strode, die sie vor 40 Jahren in dem Original-Horrorschocker „Halloween – Die Nacht des Grauens“ berühmt machte.

Premiere feierte auch der Film „Mario“ des Schweizer Regisseurs Marcel Gisler, der sich dem Tabuthema Homosexualität im Profifußball widmet. Da auch der Hamburger Club FC St. Pauli eine Rolle in dem Drama spielt, kamen zahlreiche Spieler, Funktionäre und der ehemalige Vereinspräsident Corny Littmann zur Vorführung. „Mario“ startet am 18.Oktober in ausgewählten deutschen Kinos. Mehr dazu präsentieren wir am Wochenende auf unseren Seiten.

Jamie Lee Curtis mit "Halloween" in Hamburg - und dann war da noch "Mario"

Szene aus „Mario“. Foto: Pro Fun Media

Tränen am Set von „Halloween“

Übrigens: Jamie Lee Curtis musste bei jeder Szene, die sie für ‚Halloween‘ drehte, Tränen zurückhalten. Der 59 Jahre alte Star wird in der kommenden Neuauflage des Horror-Klassikers wieder in seine Rolle der Laurie Strode schlüpfen und gab nun zu, dass es am Set in Charleston, South Carolina auch schonmal emotional wurde und er sich verwirrt und isoliert fühlte.

Der ‚New York Times‘ sagte Curtis: „Ab dem Moment, in dem ich am Set auftauchte, fing ich an, zu weinen. Bei jeder einzelnen Szene, die ich drehte, musste ich die Tränen zurückhalten, bei jeder einzelnen Szene. Ich saß den ganzen Tag, alleine, fern von meiner Familie, weg von meinem Leben, in Charleston, fuhr herum. Ich wusste nicht, wo zum Teufel ich war, ich war isoliert wie Laurie. Ich war ein wenig wie ein Freak.“ Vor dem Drehbeginn hatten die Schauspielerin und Regisseur David Gordon Green eine lange Unterhaltung darüber, was mit ihrer Figur, einer zweimal geschiedenen Großmutter, nach dem Ende des ersten Films wohl passiert sein sollte und wie sie zu einem isolierten „Freak“ geworden sei, nachdem sie so eine rosige Zukunft vor sich hatte.

Curtis erklärte: „Als David und ich uns hinsetzten, sagte ich zu ihm ‚Was denkst du ist mit Laurie passiert, am 1. November 1978?‘ Ich denke, sie ging am nächsten Tag zur Schule. Ich denke, ihr wurde gesagt ‚Baby, es geht dir gut, du hast eine Wunde an deinem Arm, [hier ist] ein Pflaster. Und dann wurde aus Laurie Strode, einer Träumerin, einem idealisierten Menschen mit ihrer Zukunft vor sich – sie wäre auf die Brown [Universität] gegangen, hätte vielleicht Philosophie studiert, ihren Doktor gemacht – ein Freak, an den sich Trauma und Scham klammert. Als sie den Gang in dieser Schule runter lief, alles was passierte war, dass die Menschen sagten ‚Oh mein Gott, da ist Laurie Strode!'“

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