Montag, 23. Juli 2018 18:28 Uhr

Jan Fedder heute im TV: Ein Drittel der Zunge wurden rausgenommen

Schauspieler Jan Fedder meldet sich erstmals seit langem in einer TV-Talkshow zu Wort: „Es geht mir hervorragend“, sagt der 63-Jährige in der Sendung „Reinhold Beckmann trifft…“, die das NDR Fernsehen heute Abend um 23.00 Uhr zeigt.

Jan Fedder heute im TV: Ein Drittel der Zunge wurden rausgenommen

Foto: NDR/Morris Mac Matzen

Die Stimme des Hamburgers, der an Krebs erkrankt war, ist wieder fester geworden. Seit Jahren leidet der Schauspieler unter gesundheitlichen Problemen und hat nach einer schweren Bein-Entzündung und einer Knie-OP Probleme, zu laufen. „Es geht so, aber besser ist’s mit Rollstuhl.“ Er spiele meistens Szenen im Sitzen oder im Stehen. Der Fernsehpreisträger („Der Mann im Strom“) ist seit mehr als 25 Jahren als Polizist Dirk Matthies Star der ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“.

30 Bestrahlungen

Es sei wohl das vierzehnte Mal gewesen, dass er ans Tor oben geklopft habe, aber der liebe Gott habe gesagt, er wolle ihn noch nicht, erzählte Fedder laut dpa. Wegen eines Mundhöhlen-Karzinoms hatte er 30 Bestrahlungen. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, weil ich überhaupt keine Kraft mehr hatte. Ich konnte nicht einmal mehr den Telefonhörer abnehmen.“ Dazu sagte er in der Sendung: „Der Professor hat mir ein Drittel von der Zunge rausgenommen. Er wollte die Stimme erhalten. Er hat das alles wunderbar hingekriegt. Mit Ach und Krach.“ Sein großes Problem: „Ich habe gesoffen wie eine Sau. Ich habe jetzt aufgehört, trinke seit zehn Monaten nicht mehr. Ich glaube, es reicht für den Rest des Lebens. Der Körper will nicht mehr.

Jan Fedder heute im TV: Ein Drittel der Zunge wurden rausgenommen

Jan Fedder mit Überraschungsgast H.P. Baxxter. Foto: NDR/Morris Mac Matzen

Die Erkrankungen – darunter später noch Brüche an den Beinen und Entzündungen – hätten ihn „fast“ aus dem Leben geworfen. Er habe dann auch mal „so andere Gedanken“ gehabt und zumindest in Erwägung gezogen, „ob man schon mal beendet“. Die Liebe zu seiner Ehefrau Marion und die Verantwortung gegenüber dem Publikum ließen ihn durchhalten.

Fedder dreht wieder

Gerade erst drehte Fedder wieder Folgen für die NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder“, in der er als Bauer Brakelmann mit von der Partie ist. Er liebt die Rolle des Volksschauspielers: „Das Schwerste, was du schauspielerisch machen kannst, ist, dich selbst zu spielen. Es ist irrsinnig schwierig, deine eigenen Töne so natürlich wie möglich wieder hinzukriegen.“ (dpa/Bang)

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Foto: NDR/Morris Mac Matzen

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