Mittwoch, 29. August 2018 11:23 Uhr

Jan Ullrich: „Drogen ist bei mir das falsche Wort“

Foto: Starpress/WENN.com

Er hat uns vor wenigen Wochen mit seinen Zusammenbrüchen und Ausrastern geschockt. Radsport-Legende Jan Ullrich sorgte mit seinem mutmasslichen Alkohol-und Drogenmissbrauch und auch daraus folgenden gewalttätigen Aussetzern für Schlagzeilen. Jetzt hat er sich endgültig in eine Entzugsklinik begeben und gab RTL ein Interview, in dem er versucht, seinen tiefen Fall zu erklären.

Jan Ullrich: "Drogen ist bei mir das falsche Wort"

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Ein Grund, warum der Sportler seelisch und körperlich in ein tiefes Loch fiel, war die Trennung von seiner Frau Sara Steinhauser, wie r in letzter Zeit immer öfter betonte. Sein Zustand gipfelte in einer Verzweiflung, die offenbar nur mit Drogen und Alkohol erträglich war. Für Ullrich stellte das wohl eine Art Selbsttherapie dar. „Diese Situation habe ich dann als starke Persönlichkeit unterschätzt und da habe ich dann natürlich etwas tiefer in die Flasche geguckt“, so der 44-Jährige.

„Wie eine Schlaftablette“

Der Radsportler, der nach eigenen Angaben mit ADHS zu kämpfen hat, sieht müde und geschafft aus, während er sich gegenüber dem Kamerateam beim Interview rechtfertigt. Eine Abhängigkeit scheint er aber noch immer nicht komplett einsehen zu wollen. „Drogen ist bei mir das falsche Wort, sondern ich musste Amphetamine eine Zeit lang nehmen, weil mich das runterfährt.“ Es sei für ihn wie „eine Schlaftablette für einen normalen Menschen“ gewesen.

Quelle: instagram.com

Der Totausfall folgte schließlich diesen Sommer, als er auf Mallorca  verhaftet wurde. Er hatte bei seinem Nachbarn Til Schweiger auf dessen Grundstück randaliert, pöbelte daraufhin Polizeibeamte und Journalisten an und wurde wenige Wochen später in Deutschland erneut in Gewahrsam genommen, nachdem er angeblich eine Prostituierte in einem Hotelzimmer körperlich angegriffen hatte. Doch auch das soll nicht der Wahrheit entsprechen: „Die Energie staut sich dann bei mir und will raus, wie bei einem Schnellkochtopf, wo es dann oben pfeift. Das habe ich nie an Menschen angewandt, ich habe niemals jemandem weh getan.“

Radfahren wird Jan Ullrich wahrscheinlich nie wieder können. „Mein Knie ist leider kaputt seit 1,5 Jahren – ich kann kein Rad fahren.“ Stattdessen boxt er jetzt, um seine Energie auf anderem Wege loszuwerden. In der Entzugsklinik soll es für die ehemalige Sportlegende nun wieder bergauf gehen. (SV)

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