Mittwoch, 19. September 2018 21:57 Uhr

Jane Fonda spricht über Selbstmord ihrer Mutter

Foto: Apega/WENN.com

Jane Fonda ist eine lebende Schauspiellegende, ist immer noch frisch und munter auf der Kinoleinwand präsent und setzt sich als Aktivistin in diversen Bereichen ein. Doch einer der prägendsten Momente in ihrem Leben ist ein ganz anderer: der Selbstmord ihrer Mutter im Jahr 1950 stürzte die damals erst 12-Jährige in ein tiefes Loch.

Jane Fonda spricht über Selbstmord ihrer Mutter

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In der neuen HBO-Doku „Jane Fonda In Five Acts“ erzählt die Schauspielerin über ihre schwere Kindheit. Ihre Mutter habe an einer bipolaren Störung gelitten. Ihre Tochter musste früh lernen mit der Krankheit umzugehen, doch heute würde sie es verstehen und könne ihr deswegen auch vergeben.

„Wenn du ein Elternteil hast, das nicht in der Lage ist, Gefühle zu zeigen oder dich durch die Augen einer liebenden Mutter zu betrachten, hat das einen großen Einfluss auf das eigene Selbstwertgefühl“, so Fonda kürzlich gegenüber dem „People“-Magazin. „Als Kind denkst du immer, dass es deine Schuld ist, weil das Kind die Erwachsenen nicht beschuldigen kann, weil es ja abhängig von ihnen ist. Es dauert lange, bis diese Schuld überwunden ist.“

Suizid in Psychiatrie

Frances Ford Seymour nahm sich im Alter von 42 Jahren das Leben, in einer nah gelegenen psychiatrischen Klinik, in der sie sich zu diesem Zeitpunkt bereits befand. Ihr Mann und Janes Vater, Henry Fonda, habe den Kindern (Jane und ihrem Bruder Peter) damals erzählt, dass ihre Mutter an einem Herzinfarkt verstorben sei. Später erfuhr sie aus einem Filmmagazin von ihrem Selbstmord.

„Als ich meine Memoiren schrieb widmete ich vieles davon meiner Mutter, weil ich wusste, so kann ich noch etwas über sie herausfinden und noch einmal einen Teil von ihr präsentieren. Ich kannte sie ja nie wirklich, weil sie eben an der bipolaren Störung litt.“ Die heute 80-Jährige konnte 2005, während sie „My Life So Far“ schrieb, auf die Krankenakte ihrer Mutter zugreifen und konnte so nicht nur viel über die Krankheit erfahren, sondern es auch insgesamt besser verstehen. „Wenn du solche Forschungen anstellst, dann bekommst du plötzlich endlich Antworten und weißt dass es nichts mit dir zu tun hatte.“

Es sei also gar nicht so gewesen, dass Jane Fonda kein liebenswertes Kind gewesen sei, es habe allein an der Krankheit ihrer Mutter gelegen. Dafür könne sie heute nur Mitgefühl und Vergebung aufbringen. (SV)

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