Jay Khan & Marc Terenzi: So war das damals wirklich mit den Groupies

Jay Khan & Marc Terenzi: So war das damals wirklich mit den Groupies
Jay Khan & Marc Terenzi: So war das damals wirklich mit den Groupies

Fotos: IMAGO / Future Image & IMAGO / POP-EYE

23.03.2021 15:10 Uhr

„Einmal Boyband und zurück“: Das ist wohl nicht nur das Motto von Marc Terenzi, der Anfang der 2000er mit genau so einer Band bekannt wurde, sondern auch der Albumtitel seiner neuen Gruppe, die er mit Jay Khan gegründet hat. Und was gehört zu einer Boyband, wie die Sahne auf den Erdbeerkuchen? Richtig, Groupies.

Einmal Boyband – immer Boyband: So ist das auch Jay Khan und Marc Terenzi. Ihren großen Durchbruch erlebten beide Sänger Anfang der 2000er in recht erfolgreichen Boybands. Der eine in Natural, der andere mit US5.

„Einmal Boyband und zurück“

Überall, wo beide damals auftauchten, folgten ihnen hysterische Teenager, die sich ihre pubertierenden Herzen aus der Brust geschrien haben. Mittlerweile sind die singenden Jünglinge zu Männern im besten Alter herangewachsen, doch ihre Liebe zur Musik ist geblieben. Erst vor wenigen Tagen präsentierten Marc und Jay den ersten Song ihrer neu gegründeten Boygroup Team 5ünf.

Die fünfköpfige Kombo coverte dafür den Take That-Klassiker „Back for Good“ und dichtete ihn in „Komm zurück zu mir“ um. Dabei verpackten die fünf bekannte Boyband-Hits in ein modernes Schlager-Gewand. Ob sie damit genauso viele Groupies abschleppen können wie vor etwa 15 Jahren? Keine Ahnung …

Marc Terenzi: „Ich war total außer Kontrolle“

Doch zu ihren Boyband-Hochzeiten ließen beide nichts anbrennen, wie sie nun im Interview mit der „Bild“-Zeitung verraten haben. „Wir haben uns die Hörner für drei Lebzeiten abgestoßen“, erinnert sich Jay Khan zurück. „Allerdings hatte ich nie etwas mit Fans, das waren schon echte Groupies. Die haben sich teils gar nicht für unsere Musik interessiert.“

Dem kann Terenzi nur beipflichten: Auch er verkehrte damals viel und oft mit Groupies. „Ich war total außer Kontrolle. Unser Leben war ja Rock’n’Roll und nach jeder Show gab es Partys, das war alles so crazy. Manche Groupies haben direkt vor meiner Hotelzimmertür gewartet. Dann habe ich eine zu mir reingeholt und wenn die ging, wartete draußen schon die Nächste. So ging das die ganze Nacht.“

Groupies im Tourbus und unter der Dusche!

Dabei kam es häufig zu sehr schrägen Situationen, verraten die beiden Teenie-Schwärme schmunzelnd: „Manche Groupies haben sich in unserem Tourbus zwischen dem Gepäck versteckt. Das haben wir erst nach 500 Kilometern Fahrt gemerkt. Das ging uns aber zu weit. Die mussten dann den ganzen Weg im Taxi zurückfahren“, so der Ex von Sarah Connor.

Und auch der einstige Dschungelcamper Jay hat eine pikante Anekdote zu erzählen. „Ich bin mal in Tokio in mein Hotelzimmer gekommen und wollte nur schlafen und vorher eine Dusche nehmen. Als ich den Duschvorhang zurückzog, stand da plötzlich eine Japanerin und strahlte mich an. Ich war so erschrocken, dass ich laut brülle: ,Raus!‘ Sie ist dann gegangen, hat dabei immer noch gestrahlt und sich an der Tür noch mal verbeugt. Irre!“

Die Sache mit dem Geld

Auch wenn man bekanntlich nicht über Geld sprechen sollte, dürfte doch den meisten eine Frage unter den Nägeln brennen: Was wurde aus dem Geld aus der Boyband-Zeit? Verbraten oder brav gespart? Dabei scheinen beide unterschiedliche Erfahrungen gemacht zu haben. Während Khan in finanziellen Angelegenheiten einen zukunftsgewandten Blick bewies, verteilte Terenzi sein Geld mit vollen Händen: „Ich hatte anfangs sehr viel Geld. Viel zu viel für einen 22-Jährigen!“

Konkret sah das so aus: „Ich hatte sechs Autos gleichzeitig, vier Häuser über die ganze Welt verteilt. Und die Kohle floss, ich dachte, das geht immer so weiter. Tja, und irgendwann kam die Steuer. Und dann war alles ganz schnell wieder weg. Ich hatte in meiner Erfolgszeit nie an die Zukunft gedacht. Da war auch niemand, der mir sagte: ,Spar mal ein bisschen!‘ Meine finanzielle Schieflage war eine harte Schule. Heute würde ich nie mehr mit meinem Geld so umgehen.“ (DA)