Dienstag, 13. November 2018 18:07 Uhr

Jean Paul Gaultier greift durch

Jean Paul Gaultier ist der nächste Designer, der Tierfelle verbannt. Der 66-jährige Luxusdesigner hat sich dazu entschieden, alle Tierfellprodukte aus seinen Kollektionen zu entfernen und gab seine Entscheidung live im französischen Fernsehen bekannt, wo er behauptete, die Art und Weise, wie Tiere wegen ihres Felles getötet würden, sei „absolut beklagenswert“.

Jean Paul Gaultier greift durch

Foto: IPA/WENN.com

Mimi Bekhechi, die Direktorin des internationalen Programmes der Tierschutzorganisation PETA, behauptete, dass die Entscheidung ein „Zeichen der veränderten Zeiten“ sei, da die Menschen nicht länger Kleidung tragen wollten, die aus Tieren hergestellt wird.

Sie sagte in einer Pressemitteilung: „Die Entscheidung ist ein Zeichen der veränderten Zeiten, da die meisten Menschen nicht mehr den Wunsch haben, irgendetwas von Tieren zu tragen, die grauenvoll in Käfigen gehalten wurden, mit Stromschlägen hingerichtet wurden, zu Tode geprügelt oder in Stahlfallen gefangen und zum langsamen und schmerzhaften Sterben zurückgelassen wurden. Tierfell ist heute genauso tot wie die Tiere, von denen es gestohlen wurde und jeder Designer, der das nicht sehen kann, kann genauso gut seine Nähnadel weglegen.“

Londoner Fashion Week ohne Pelze

Die Entscheidung des Designers folgt auf langanhaltenden Druck, der von PETA aufgebaut wurde. Ein Aktivist der Organisation hatte 2003 bereits einen Laufsteg der Marke gestürmt, woraufhin ein Assistent Gaultiers einen Fellmantel über ihn warf. Das Modehaus schließt sich mit seiner Gesinnungsänderung unter anderem dem Hause Burberry an, das kurz vor Beginn der fellfreien Londoner Fashion Week verriet, dass es nicht länger Tierprodukte herstellen wolle, sowie Gucci, Versace, Galliano, Armani, Ralph Lauren, Michael Kors, Vivienne Westwood, Fendi, Balenciaga, Louis Vuitton, Marc Jacobs und Stella McCartney. Dieses Jahr hatte zudem auch die Marke Coach angekündigt, dass sie ab dem Herbst 2019 kein Tierfell mehr benutzen wolle.

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