Was macht eigentlich Jean Paul Gaultier im Ruhestand?

Sophia VölkelSophia Völkel | 16.05.2022, 20:08 Uhr
Jean Paul Gaultier ist glücklich
Jean Paul Gaultier fehlt das Entwerfen von Kleidung nicht

Foto: Imago / Zuma Wire

Mode-Designer Jean Paul Gaultier fehlt das Designen von Kleidung nicht - er widmet sich inzwischen lieber anderen Dingen.

Jean Paul Gaultier sprach jetzt darüber, dass es ihm nicht fehlen würde, Kleidung zu entwerfen.

Der legendäre Modeschöpfer zieht es heute vor, „Dinge über Mode zu machen“, wie das Kuratieren von Ausstellungen und Fernsehsendungen und findet es gut, das Designen von Mode hinter sich gelassen zu haben, als er sich im Januar 2020 zur Ruhe setzte.

Keine Anproben mehr

Auf die Frage, ob er es vermisse, Haute Couture zu entwerfen, verriet der 70-jährige Modedesigner gegenüber dem ‚Observer‘: „Oh, überhaupt nicht, nein! Ich beschäftige mich gerne mit Mode, aber ich möchte keine Anproben mehr machen. Wenn mich also jemand darum bittet, eine Ausstellung über ein Thema wie Denim oder Miederwaren zu machen, würde ich das gerne tun. Und deshalb habe ich die ‚Fashion Freak Show‘ auch gemacht, weil ich kurz vor 50 Jahren Mode stand und mich gerne dadurch ausdrücke.“

Das sagt Gaultier über Schönheit

Jean Paul glaubt auch, dass „im Unterschied viel Schönheit liegt“, und ihn dies beim Casting von Laufstegshows motivierte. „Ich wollte zeigen, dass viel Schönheit in Verschiedenheit liegt. Es gibt nicht nur eine Art von Schönheit. Ich habe Unterschiede schon immer geliebt – vielleicht, weil ich in gewisser Weise selbst anders war. Also wollte ich die Models nicht, die so professionell sind.

Gaultier fügte hinzu: „Ich sehe lieber Mädchen, die ich in einem Club gesehen habe, wie zum Beispiel im Le Palace [dem Studio 54 von Paris], wo die französischen Punks hingingen. Ich wollte keinen Pariser Chic. Ich wollte das andere Mädchen: das moderne Mädchen“, so der Prominente weiter.“