Freitag, 16. Februar 2018 10:19 Uhr

Jennifer Aniston und das ewige Hassobjekt Boulevardpresse

Foto: FayesVision/WENN.com

Trennungen von Prominenten gehen meist still über die Bühne, weil die Paare den großen Rummel vermeiden wollen. Im Fall Jennifer Aniston und Justin Theroux ist nun also die Klatsch-Presse der Grund, das Aus der Beziehung ausführlich zu verkünden – und zwar öffentlich.

Jennifer Aniston und das ewige Hassobjekt Boulevardpresse

Foto: FayesVision/WENN.com

„Die Entscheidung fiel in gegenseitigem Einvernehmen und liebevoll am Ende des vergangenen Jahres“, gaben die beiden am Donnerstag zu ihrer Trennung über ihre jeweiligen Sprecher bekannt (wir berichteten). Aniston, die bis 2005 mit Schauspieler Brad Pitt verheiratet war, lernte Theroux 2008 bei den Dreharbeiten zur Komödie „Tropic Thunder“ (Regie: Ben Stiller) kennen.

Seit 2011 waren die beiden ein Paar und heirateten im August 2015 nur wenige Tage vor Theroux‘ 44. Geburtstag. Diesen nahmen sie listigerweise als Vorwand für die geheime Hochzeitsfeier in der gemeinsamen Villa in Bel Air im Raum Los Angeles, bei der Promis wie Howard Stern, Ellen DeGeneres und Sandra Bullock zu Gast waren. Gemeinsame Kinder haben Aniston und Theroux nicht.

„Wir sind zwei beste Freunde“

„Wir sind zwei beste Freunde, die sich entschieden haben, als Paar getrennter Wege zu gehen, freuen uns aber auf die Fortsetzung unserer geschätzten Freundschaft“, teilten die beiden mit der für Prominente typischen Formulierung weiterhin mit. „Tiefen Respekt und Liebe“ würden sie auch weiterhin füreinander haben.

Auslöser für das unter Prominenten eher ungewöhnliche Trennungs-Statement seien Spekulationen in der Presse gewesen. „Normalerweise würden wir dies privat tun, aber da die Klatsch-Industrie keiner Gelegenheit widerstehen kann, zu spekulieren und zu erfinden, wollten wir die Wahrheit direkt übermitteln. Was auch immer sonst über uns gedruckt wird und nicht direkt von uns stammt, ist der fiktive Bericht eines anderen“, hieß es.

Mit der Boulevardpresse auf Kriegsfuß

Aniston, die gerade bei der Überraschungshochzeit von Kollegin Amy Schumer weilte, steht mit der Boulevardpresse seit Jahren auf Kriegsfuß. Zuletzt schimpfte sie im August 2017: „Man muss diesen Lärm ausschalten, was für mich kein Problem ist, weil ich einfach weiß, dass ich glücklich und gesund bin und alles mache was ich kann, um in der Welt und den Leuten mit denen ich arbeite gegenüber gut zu sein. Aber es ist schwer. Es ist etwas, wonach die Leute süchtig sind: Bösartige Geschichten. Vielleicht werden Klatschmagazine irgendwann tot sein.“

Und im Juli 2016 wetterte sie vor dem Hintergrund immer wieder aufkommender Schwangerschaftsgerüchte in einem selbstverfassten Wut-Artikel für die ‚Huffington Post‘: „Bevor ich anfange, möchte ich sagen, dass ich mich nie wirklich mit Gerüchten beschäftige. Ich will der Lügen-Industrie keine Energie widmen, aber ich will an einem größeren Gespräch teilnehmen, das bereits begonnen hat und weitergeführt werden muss. Da ich in den sozialen Netzwerken nicht aktiv bin, entschied ich mich, meinen Gedanken hier freien Lauf zu lassen. (…) Damit ihr es wisst, ich bin nicht schwanger. Aber was ich bin, ist genervt. Ich bin genervt von der fast schon sportlichen Überprüfung und dem Body-Shaming, die fast täglich unter dem Deckmantel des Journalismus, dem ‚First Amendment‘ und der ‚Promi-News‘ geschehen.“ Sie hoffe, dass die Klatschpresse eines Tages gezwungen werde, die Welt „durch eine andere, vermenschlichte Linse“ zu sehen, wenn Verbraucher „aufgehört haben, diesen Blödsinn zu kaufen“.

Nun, der Schauspielerin sei an dieser Stelle gesagt: Erstens, solange die dummen Leser in der Überzahl sind oder Sie Fotografen (wie im Video oben) in Ihr Haus lassen, wird das nicht passieren. Und zweitens: Vergessen Sie nicht, dass die Boulevardpresse Sie erst groß gemacht hat  und sie von diesem Ruhm durchaus zehren konnten! Zum Beispiel dadurch, dass sie immer wieder besetzt wurden!

Die aus Los Angeles stammende Jennifer Aniston hat in zahlreichen Filmen mitgespielt, vor allem in romantischen Komödien. Für ihre Rolle als Rachel Green in der TV-Sitcom „Friends“ wurde sie mit einem Emmy und einem Golden Globe ausgezeichnet. Theroux stammt aus der Hauptstadt Washington und war unter anderem in „Girl on the Train“, „Mulholland Drive“ von David Lynch und der Serie „The Leftovers“ zu sehen. (dpa/KT)

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