Montag, 18. November 2019 19:50 Uhr

Jens Büchner: Seine Töchter begeben sich auf Spurensuche

Jenny (r.) und Jessica; Foto: TVNOW / 99pro Media

Mehr als ein Jahr ist nun vergangen, seit Kult-Auswanderer Jens Büchner am 17. November 2018 im Alter von nur 49 Jahren nach kurzer Krankheit an Lungenkrebs verstarb. Nicht nur bei den unzähligen Fan, auch bei seinen vielen Freunden und insbesondere bei seiner Familie wird der Tausendsassa immer in Erinnerung bleiben.

Auch ein Jahr nach seinem plötzlichen Tod sind noch immer viele Fragen offen – unter anderem bei seinen beiden Töchtern Jenny (27) und Jessica (24), die aus der ersten Ehe des „Goodbye Deutschland!“-Stars stammen.

Gemeinsam wollen die beiden jungen Frauen Jens noch einmal nahe sein und wandeln gemeinsam mit VOX auf den Spuren ihres viel zu früh verstorbenen Vaters. In der vierstündigen Dokumentation „Jens Büchner – Auf den Spuren eines Auswanderers“, die am 23. November ab 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, zeigt der Sender die Reise der Schwestern durch die wichtigsten Stationen im schillernden Leben des Mallorca-Auswanderers – mit Höhen und Tiefen.

Jens Büchner: Seine Töchter begeben sich auf Spurensuche

Jenny und Jens Enkel Carl. Foto: TVNOW / 99pro Media

Zurück zu den Wurzeln

Bis heute ist die Trauer groß und die schmerzhaften Gefühle schwer zu verarbeiten. Nachdem Jens Büchner im November 2010 mit seiner damaligen Freundin Jennifer Matthias (32) und dem gemeinsamen Sohn Leon (8) nach Mallorca auswanderte haben Jenny und Jessica ihren Vater nur noch selten gesehen. Jetzt fehlt er völlig. Im November letzten Jahres brach die Welt für seine Frau Daniela (41), seine fünf Kinder und die drei Stiefkinder zusammen, als Jens unerwartet dem Lungenkrebs erlag. Nur fünf Tage nachdem Tochter Jenny seinen Enkel Carl geboren hatte, erreichte sie die schlimme Nachricht, dass der 49-jährige im Sterben liegt. Gemeinsam mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester flog sie sofort auf die spanische Insel, um sich im Krankenhaus vom geliebten Vater für immer zu verabschieden.

Jenny erinnert sich an den Besuch: „Er hat uns in den Arm genommen, er hat wirklich noch mitbekommen, dass wir da sind und uns gesagt, dass er uns liebt. Es war sehr schön. Ich hätte es bereut, wenn ich nicht zu ihm geflogen wäre. Das war sehr wichtig für uns“. Viele Fragen sind seitdem für die Schwestern offen geblieben, die Trauer sitzt noch immer tief. Darum fassten sie nun einen Entschluss: „Wir wollen auf Spurensuche gehen. Damit unser Vater uns noch mal nah ist. Aber auch, um die Trauer verarbeiten zu können. Ich möchten realisieren, dass er wirklich nicht mehr da ist. Ich glaube, dass das der Seele gut tut“, so Jens Büchners Erstgeborene.

Jens Büchner: Seine Töchter begeben sich auf Spurensuche

Mallorca 2018: Danni und Jens. Foto: TVNOW / 99pro Media

Besuch bei Stiefmutter Danni

„Mich würde interessieren, wie es dazu kam, dass Jens auf einmal zum ‚Malle-Jens‘ wurde, der musikalische Auftritte hatte. Wie das alles anfing und was die Leute an ihm so toll fanden“, erklärt Jenny. Die zweitgeborene Jessica ergänzt: „Für mich ist es wichtig herauszufinden, was er die ganzen Jahre gemacht hat, weil ich ja so wenig mitbekommen habe. Ich habe tatsächlich nur die erste Folge ‚Goodbye Deutschland!‘ gesehen. Danach konnte ich mir das nicht mehr angucken. Mein Vater hat sich ja wenig gemeldet und wenn es Neuigkeiten gab, wollte ich sie von ihm erfahren und nicht aus dem Fernsehen.“

Start der Reise ist am Zwenkauer See in Sachsen, wo der Heimatort Eythra lag, in dem ihr verstorbener Vater geboren wurde. Weiter geht es nach Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt, wo der „Goodbye Deutschland!“-Star als Teenager lebte und später eine Familie gründete – seine letzte Station bevor er 2010 auf ’seine Insel‘ auswanderte: Mallorca. Auf der Tour von Jenny und Jessica darf auch diese nicht fehlen. So besuchen sie unter anderem die berühmte ‚Fanetaria‘ und treffen dort auf ihre Stiefmutter, die sie mit offenen Armen empfängt. „Ich glaube, es gibt nichts Schöneres, als wenn die Kinder eine Reise machen über ihren Papa. Es sind seine Töchter, seine ersten Kinder und ich finde das super. Ich hätte mir gewünscht, die Zwillinge könnten schon reden und hätten die Reise mitgemacht. Aber die Dokumentation ist auch ein schönes Vermächtnis an meine Kinder. Sie können sich die Sendung später einmal ansehen und ich kann ihnen alles besser erklären“, so Danni.

Jennifer macht überraschendes Geständnis

Auch die Ex-Freundin ihres Vaters, Jennifer Matthias, mit der Jens damals auf die Insel auswanderte und Sohn Leon bekam, freut sich über den Besuch von Jenny und Jessica. Offen spricht die Alleinerziehende über ihre Zeit mit dem Lebenskünstler und die letzten Momente mit ihm kurz vor seinem Tod im Krankenhaus. „Ich war mit der ganzen Situation total überfordert. Alleine schon daran, wie fest er meine Hand gehalten hat, habe ich gemerkt, wie wichtig ich ihm im Leben war. Das hat er auch gesagt. Und auch, wie sehr ihm leid tut, was abgelaufen ist. Wir haben Frieden geschlossen“, erinnert sich die 32-Jährige. Die Blondine überrascht außerdem mit einem besonderen Geständnis: „Ich gestehe – und das meine ich vollkommen ernst: Jens war der einzige Mann, den ich von Herzen geliebt habe. Ich hätte sonst kein Kind bekommen, wäre nicht ausgewandert und hätte das alles nicht gemacht. Dieses Gefühl hatte ich danach nie wieder.“

Gemeinsam können die Fans der Sendung und des Auswanderers am Samstag, den 23. November ab 20:15 Uhr auf die Reise mit seinen Töchtern gehen. Was Jenny und Jessica außerdem über ihren Vater erfahren, ob sie verstehen, was ihn antrieb und ob sie die Trauer letztlich verarbeiten können, zeigt VOX in der vierstündigen Dokumentation „Jens Büchner – Auf den Spuren eines Auswanderers“. Nach der TV-Ausstrahlung wird die Sendung außerdem für 30 Tage kostenlos bei TVNOW abrufbar sein.

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