Jessica Alves: War Magenverkleinerung nicht nötig? Das sagt ein Facharzt!

Jessica Alves: War Magenverkleinerung nicht nötig? Das sagt ein Facharzt!
Jessica Alves: War Magenverkleinerung nicht nötig? Das sagt ein Facharzt!

IMAGO / Matrix

08.06.2021 18:45 Uhr

Sie bekommt einfach nicht genug: Jessica Alves hat sich erneut unters Messer gelegt. Diesmal hat sie sich den Magen verkleinern lassen. Das sagt ein Experte dazu!

Die Britin Jessica Alves (37), zuvor bekannt als Briten-Ken, hat es wieder getan. Nach ihrer Geschlechtsumwandlung im Februar diesen Jahres hat sie sich diese Woche in der Türkei ihren Magen verkleinern lassen – um stolze 75 Prozent!

Ein medizinischer Eingriff?

Anstatt wie zuvor aus ästhetischen Gründen, soll dieser Eingriff rein medizinische Gründe gehabt haben. Bei ihr wurde Adipositas festgestellt und sie nahm während der Corona-Lockdowns deutlich zu.

Angeblich zu viel für ihre sonst zierliche Statur. Deswegen musste jetzt der Onkel-Doc ran und das kam ihr natürlich sehr gelegen. Denn schon seit einer Weile leidet sie unter ihren zusätzlichen Pfunden.

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Das sagt ein Facharzt

klatsch-tratsch.de hakte bei Prof. Dr. Dr. med. Werner Mang, Ärztlicher Direktor der Bodenseeklinik, Klinik für Ästhetische und Plastische Chirurgie nach und der erklärt zu dem OP-Marathon:

„Jessica Alves ist natürlich ein extremes Beispiel. Bei ihr kommt noch eine besondere psychologische Komponente hinzu, da sie sich nicht nur unwohl in ihrem Körper fühlte, sondern sogar in einem ,falschen‘ Körper geboren wurde. Generell ist der aktuelle Beauty-Wahn und der Wunsch nach äußeren Veränderungen und Optimierungen besorgniserregend.“

Jessica Alves: War Magenverkleinerung nicht nötig? Das sagt ein Facharzt!
Prof. Dr. Dr. med. Werner Mang, Ärztlicher Direktor der Bodenseeklinik, Klinik für Ästhetische und Plastische Chirurgie

Bodenseeklinik

War die OP nötig?

Der Facharzt erklärt über den Eingriff: „Eine Magenverkleinerung ist für die Menschen empfehlenswert, bei denen eine Gewichtsreduktion auf allen anderen Wegen nicht erfolgreich war und ein hoher Leidensdruck herrscht. Durch die Verkleinerung wird die Nahrungszufuhr stark reduziert und das – oft krankhafte – Körpergewicht kann auf ein gesundes Maß gesenkt werden, auch um das Risiko schwerer Folgeerkrankungen zu minimieren.“

Er ergänzt aber auch: „Ob die Magenverkleinerung bei Frau Alves nötig war, kann ich nicht sagen. Vielleicht hätten auch Sport und gesunde Ernährung zum Ziel geführt.“

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Schuld der sozialen Medien?

Viel mehr kritisiert Prof. Dr. Dr. med. Werner Mang die sozialen Medien: „Die sozialen Medien besitzen eine enorme Macht. Influencer agieren als
Vorbilder, zeigen Fotos von sich nach ihren Beauty-Behandlungen und ihre Follower wollen ihr Aussehen nachahmen.“

Er sagt, dass das vor allem für junge Menschen besonders gefährlich sein kann, da sie sich die Influencer als Vorbild nehmen: „Von abstrusen Wünschen rate ich generell ab und betone in solchen Gesprächen, dass Schönheit nicht alles ist, im Internet viel gelogen und betrogen wird. Außerdem muss sich ein guter Schönheitschirurg in jedes Gesicht hineindenken und ein ästhetisch ansprechendes Gesamtbild erzeugen  können – wie furchtbar wäre es, wenn alle mit den gleichen Nasen, Lippen oder Brüsten rumlaufen würden?“

(TT)