Jessica Wahls: So hart war es wirklich mit den No Angels

Jessica Wahls

imago images / POP-EYE

07.12.2020 21:00 Uhr

Die „No Angels“ waren DIE Girl-Group der 2000er. In der Öffentlichkeit wirkten die fünf Mädels wie ein Herz und eine Seele, hatten stets ein Lachen im Gesicht und sorgten – egal wo – für gute Laune. Doch ging es hinter den Kulissen wirklich immer so harmonisch zu?

Die erste Staffel der Castingshow „Popstars“ machte Sandy Mölling (39), Vanessa Petruo (41), Lucy Diakovska (44), Nadja Benaissa (38) und Jessica Wahls (43) über Nacht zur erfolgreichsten Girlband Deutschlands. Als „No Angels“ landeten sie einen Nummer-Eins-Hit nach dem anderen, tourten durch ganz Deutschland und verkauften sämtliche Konzerthallen aus. Bandmitglied Jessica Wahls (43) gibt jetzt jedoch zu, die Zeit mit den No Angels war nicht immer nur schön.

Jessics Wahls

imago images / Sven Simon

„Wir sind alle keine Engel“

Auf den fünf Frauen liegt von Anfang an ein großer Druck. Kein Wunder, dass das persönliche Befinden da auch mal auf der Strecke bleibt. Jessica verrät in einem Interview: „Ich habe noch nie in meinem Leben so hart gearbeitet wie in dieser No-Angels-Zeit. Irgendwann macht das Gehirn das nicht mehr mit. Du gehst dann ins falsche Hotelzimmer und wunderst dich, warum da die Tür nicht aufgeht. Und man hat wenig Schlaf. Also, das geht schon stark an die Nerven.“ Die Zeit mit der Band sei eine „harte Schule“ gewesen, erzählt sie. Hier und da seien sie und die anderen Bandmitglieder deshalb auch mal etwas „grantig“ geworden. Klingt ganz so, als wäre es häufiger zu kleinen Zickereien unter den Mädels gekommen. „Was natürlich auch mal vorgekommen ist. Wir sind alle keine Engel“, stellt Jessica klar.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von No Angels (@noangelsofficial)

Gerüchte um Trennungsgrund

2003 trennt sich die Band erstmals. Der Grund? Die Mädels seien ausgepowert, kraftlos und bräuchten eine Pause. Hinter vorgehaltener Hand wird damals jedoch gemunkelt, dass es zwischen den Engeln immer öfter gekracht haben soll. 2007 kommt die Band noch einmal zusammen. Allerdings in anderer Konstellation: Sandy, Lucy, Nadja und Jessica machen zu viert weiter. An die Anfangserfolge können sie jedoch nicht mehr anknüpfe. 2014 kommt es dann zur endgültigen Auflösung der No Angels.

Jessica Wahls

imago images / BRIGANI-ART

Immer noch befreundet

Zwei Jahrzehnte ist es her, dass aus fünf unbekannten Frauen die No Angels wurden. Heute, 20 Jahre später sind die Mädels immer noch miteinander befreundet. „Wir gucken immer, dass wir mal kurz irgendwie zusammenkommen, sei es über WhatsApp oder Zoom, um Gedanken und Ideen auszutauschen und einfach zu quatschen“, erzählt Jessica in einem Interview. Nur eine fehlt: Vanessa Petruo. Nachdem die promovierte Psychologin die Band 2003 verlies, zog sie sich vollständig aus der Öffentlichkeit und von ihren Ex-Kolleginnen zurück. Der Grund? Der Ruhm und das Rampenlicht bekamen ihr nicht gut und verstärkten ihre Depressionen.

Jessica Wahls

imago images / STAR-MEDIA

Comeback in Planung?

Dabei hat alles so märchenhaft begonnen, erinnert sich Vanessa: „Dieses Gefühl, wenn die erste Single so einschlägt und man so einen Hype mit ‚Daylight‘ hat und es von jeder Ecke widerhallt, dieses Gefühl kann man nicht noch mal erleben“, beschreibt die heute 43-Jährige die Anfangszeit der Band. Einen kleinen Hype erleben die No Angels auch aktuell: Seit einigen Tagen bieten Streaming Dienste wie Spotify oder Apple Music die Hits der Band an und auch auf Instagram gibt es nun einen offiziellen „No Angels“-Account, der von Sandy, Lucy, Nadja und Jessica geführt wird. Alles Vorbereitung für ein Comeback der Band? „Ich glaube, vorstellen könnten wir uns das alle“, macht Jessica den Fans Hoffnung. Wir sind gespannt, ob es bald zu einer Reunion der Girlgroup kommt! (AB)