21.01.2020 20:36 Uhr

Joaquin Phoenix: Von der Gala direkt zur Schlachthaus-Demo

imago images / Picturelux

Starallüren hat der Schauspieler Joaquin Phoenix überhaupt nicht. Anstatt sich auf einer After Party der SAG Awards volllaufen zu lassen, protestierte er lieber vor einem Schlachthaus.

Am Sonntagabend gewann Schauspieler Joaquin Phoenix einen „Screen Actor’s Guild Award“ für seine Rolle in „Joker“. Der Film wurde nun auch für elf Oscars nominiert, Joaquin könnte die Trophäe als bester Hauptdarsteller absahnen. Doch der Darsteller hatte andere Prioritäten an dem Abend.

Wenige Kilometer fuhr der 45-Jährige, um zum Farmer John Packing Co. zu gelangen, wo zweimal die Woche gegen die Schweinehaltung protestiert wird, wie die Nachrichtenagentur TMZ berichtete. Dort werden jeden Tag mehr als 7.000 Schweine geschlachtet. Die Demonstranten dürfen jedes Mal für zwei Minuten auf das Gelände um den Schweinen beizustehen und ihnen Wasser zu geben. Joaquin beteiligte sich an der Verabreichung des Wassers.

„Wir haben moralische Verpflichtungen“

„Viele Menschen wissen nichts von der Folter und Ermordung in der Fleisch und Milchindustrie. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, also muss ich einfach dort sein“, sagte er der Vloggerin Jane Velez-Mitchell, die ebenfalls vor Ort war. Weiter sagte er: „Wir haben eine moralische Verpflichtung darüber zu reden und aufzuzeigen, wie es wirklich ist. Wir sind so beeinflusst durch die glücklichen Bilder von Tieren auf Farmen, auf den Fleischverpackungen in Restaurants und das ist eine Lüge.“ Mit diesem Auftritt hat er auf jeden Fall die Aufmerksamkeit clever genutzt.

Bei den Critic’s Choice Awards 2020, wo er auch die Auszeichnung zu besten Hauptdarsteller bekam, lobte er in seiner Dankesrede die Veranstalter für ein rein veganes Angebot: „Erstmal möchte ich mich bei den Awards dafür bedanken, dass sie nun rein pflanzlich geworden sind und was für unseren CO2-Fußabdruck tun. Es ist eine tolle Botschaft.“

Der Charakterdarsteller ist schon seit seiner  Veganer und hatte 2005 auch eine Sprecherrolle in der Dokumentation „Earthlings“ , bei dem die Massentierhaltung und Viehzucht beleuchtet und aggressiv dagegen argumentiert wurde. So leicht ist der Schauspieler als nicht von seinem Weltretter-Aktivismus abzubringen. Man darf gespannt sein, auf welche radikalen Ideen er als nächstes kommt.

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