Sonntag, 17. Mai 2020 14:22 Uhr

Judith Williams: „Wir Menschen brauchen Körperlichkeit und Nähe!“

imago images / Horst Galuschka

Judith Williams hat sich mit den Vor- und Nachteilen der Corona-Krise auseinandergesetzt. Doch da sich die Geschäftsfrau nur ungern mit Negativem aufhalten möchte, hat sie in ihrem Blog „live your dream“ eine Liste erstellt und fünf Dinge zusammenfasst, die das Virus in unserer Gesellschaft zum Positiven verändert hat.

„Vielleicht kann man Corona als Selbsterfahrungskurs für Fortgeschrittene bezeichnen…Nie zuvor wurde man in einer derartigen Heftigkeit auf das Wesentlichste zurückgeworfen… Bei mir kamen mal eben alle Themen auf den Tisch, die das Leben so bereithält: Wie will ich leben? Wie will ich arbeiten? Verbringe ich genug Zeit mit meinen Liebsten? Was ist mir wirklich wichtig im Leben?“

Quelle: instagram.com

Mehr Zeit mit den Liebsten

„Nicht immer war ich zufrieden mit der jeweiligen Antwort. Aber ich bin dankbar, dass ich ganz neue Einblicke in mich und mein Seelenheil bekommen habe. Viele werden nach Corona wahrscheinlich bewusster leben – sei es im Umgang mit sich selbst oder anderen, im Konsum oder der Art und Weise wie wir gewisse Dinge angehen“, so die Beauty-Expertin, die zwei Töchter hat.

„Wer schon einmal ums Überleben gekämpft hat, dem wird es gerade leichter fallen. Wer sehr behütet war, hat wahrscheinlich einen sehr großen Schock erlebt. Es kommt immer auf die Perspektive an“, bemerkte die 48-Jährige.

Man entwickelt sich weiter

„Diese Krise macht uns stärker! Im Schnelldurchlauf müssen wir eine Stärke, Kraft und Resilienz entwickeln, die wir innerhalb der eigenen Komfortzone nicht erreicht hätten. Man muss sich das wie ein Muskel vorstellen, der erschlafft, wenn wir es allzu bequem haben. Zugegeben: Corona hätte uns das Trainingsprogramm auch etwas leichter machen können, aber es ist jetzt keine Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Judith Williams (@judithwilliams_official) am Feb 1, 2020 um 1:49 PST

„Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands werden wahrscheinlich weniger und digitale Angebote und Tools weiter ausgebaut…Mein Learning als Geschäftsfrau durch Corona: Aus Hürden muss man versuchen, das Beste zu machen. Innovationen entstehen oftmals in Krisen – und lassen uns gestärkt daraus hervorgehen“, ist sich die „Die Höhle der Löwen„-Investorin sicher.

Umgang ist freundlicher geworden

Auch im Alltag konnte Judith einige Vorteile feststellen: „Wir Menschen brauchen Körperlichkeit und Nähe! Beim Einkaufen fährt dir aber niemand mehr mit dem Wagen in die Hacken und keiner rempelt dich einfach so an, ohne es überhaupt zu bemerken.“

„Mich hat es unwahrscheinlich berührt, wie eine Welle der Solidarität Deutschland erfasste. #stayathome war das Schlagwort der Stunde und ich spürte ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Denn klar ist: Nur zusammen werden wir diese Krise bewältigen können. Ich wünsche mir, dass dieser Zusammenhalt auch nach Corona bestehen bleibt“, so Williams abschließend. Bleibt zu hoffen, dass sie damit recht behält.

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