Jürgen Milski wehrt sich nach Tumor-Geständnis gegen Hater

Jürgen Milski wehrt sich gegen Hater
Jürgen Milski wehrt sich gegen Hater

IMAGO / Future Image

24.02.2021 12:24 Uhr

Es sind genau solche Momente, die einen an der Menschlichkeit der Gesellschaft zweifeln lassen. So verriet Jürgen Milski in der letzten Woche unter Tränen, dass er einen Tumor im Unterkiefer habe. Ein großer Schock, den der Moderator mit seinen Fans und Followern teilte.

Der Tumor sei mittlerweile von seinem Arzt entfernt worden, doch noch immer sei nicht klar, ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Befund handelt. Doch anstatt in so einer düsteren Zeit Trost zu erhalten, bekam Jürgen Milski nach seinem Gesundheitsgeständnis von einigen Internet-Trolls wüste Beschimpfungen an den Kopf geworfen. Nun verstehe er die Welt nicht mehr, sagt der 57-Jährige.

„Hoffentlich fickt der Krebs dich richtig“

So wünschte in den sozialen Netzwerken ein User dem einstigen „Big Brother“-Star und Malle-Sänger „Streukrebs im Gesicht“. Ein abartiger Wunsch, den man noch nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünscht. Das findet auch Jürgen Milski und setzte jetzt ein Zeichen gegen den fiesen Online-Mobber. Der Kölner postete einfach die Hate-Nachricht des Users unverpixelt auf seinem Instagram-Account.“

„Hoffentlich fickt der Krebs dich richtig“, beginnt der User die gemeine Pöbelei. Eine Nachricht, die den sonst so wortgewandten Jürgen fassungslos zurücklässt. „Was stimmt mit diesem Menschen nicht, der einem so etwas schreibt? #unfassbar #vollverbloödet #geisteskrank“, kommentiert er sichtlich mitgenommen die Nachricht des Haters.

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„Eigentlich tut mir diese Person nur leid“

Allerdings handelt es sich hier nicht um einen Einzelfall, wie Milski nun auch in einem Statement an RTL erklärt. „Eigentlich tut mir diese Person nur leid, diese Person steckt so voller Hass, und wer so voller Hass steckt, kann in seinem Leben nie glücklich werden.“

Neben den Hater-Kommentaren seien aber auch viele nette Kommentare gekommen, die ihm ihr Mitgefühl ausgesprochen und positive Energie geschickt haben. Er wolle sich von der ganzen Negativität und dem Hate nicht unterkriegen lassen. „Ich bin nach wie vor sehr positiv eingestellt und weiß, dass das Ergebnis ein gutartiger Tumor sein wird, und deswegen lasse ich mich von so einem Kommentar, der so unterirdisch ist, auch nicht meine positive Einstellung nehmen.“

„Möge der gnädige Gott mit ihm sein“

Schön ist auch für Jürgen zu sehen, dass es viele Fans und prominenten Kollegen gibt, die ihm den Rücken stärken. So schreibt Ex-„BachelorOliver Sanne: „Jürgen, wir wissen ja, wie man so was behandeln muss! Möge der gnädige Gott mit ihm sein … Er hat es sicher schwer genug im Leben als Einzeller.“

Und auch Schauspielerin Janine Kunze meldete sich zu Wort: „Was ist nur los auf dieser Welt?! Die Menschen, die so etwas schreiben/denken/sagen, sollten sich schämen! Wo sind die Liebe, die Menschlichkeit und der Respekt füreinander geblieben?“

Die letzte Instanz

Allerdings ist es auch ein bisschen ironisch, dass Kunze nun öffentlich an die Menschlichkeit appelliert, nachdem sie erst vor wenigen Wochen in der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ öffentlich rassistische Aussagen tätigte. In der selben Sendung, die sich zum medialen Desaster mauserte und einen massiven Shitstorm lostrat, war übrigens auch Jürgen Milski zu Gast. Dort schockte mit fragwürdigen Aussagen zum Rassismus-Thema.

Auch er kassierte für seinen Auftritt extrem viel Kritik und Gegenwind. Ob diese fiesen Beleidigungen noch aus dem Fahrwasser des WDR-Skandals kommen? Auch wenn empathielose Aussagen nicht mit Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie vergolten werden sollten, wäre es gut möglich … (DA)