Junge Menschen in der Pandemie müde, aber zuversichtlich

Am belastendsten empfanden fast drei Viertel der jungen Menschen das fehlende öffentliche und soziale Leben (Symbolbild).
Am belastendsten empfanden fast drei Viertel der jungen Menschen das fehlende öffentliche und soziale Leben (Symbolbild).

María José López/EUROPA PRESS/dpa

16.06.2021 11:15 Uhr

Glücklicherweise verläuft eine Corona-Infektion bei jungen Menschen zumeist harmlos - trotzdem belastet die Pandemie das Leben dieser Generation merklich.

Trotz aller Belastungen in der Pandemie und der verbreiteten Corona-Müdigkeit blicken fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa optimistisch in die Zukunft.

Die aktuelle Gefühlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ – nämlich mit „müde“, „unsicher“, „genervt“ oder „gestresst“, wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der Tui-Stiftung ergab. 52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger – in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent.

Am belastendsten empfanden 72 Prozent der jungen Menschen das fehlende öffentliche und soziale Leben – wegen Kontaktbeschränkungen und geschlossenen Geschäften, Cafès und Sportvereinen. Wie im Vorjahr hielten sich die jungen Erwachsenen nach eigenen Angaben aber überwiegend an die Corona-Regeln. Nur knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten gab an, Maßnahmen und Empfehlungen zu ignorieren.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut YouGov im April 2021 mehr als 6200 junge Menschen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen. Allein in Deutschland waren es 1004.