12.02.2020 09:10 Uhr

Jussie Smollett muss wegen Falschaussagen wieder vor Gericht

imago images / ZUMA Press

Vor knapp einem Jahr wurde Jussie Smollett von dem Vorwurf freigesprochen, einen Angriff gegen sich vorgetäuscht zu haben. Nun droht dem US-Schauspieler ein neues Verfahren.

Dem US-Schauspieler, der einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff vorgetäuscht haben soll, droht ein neues Gerichtsverfahren. Eine Grand Jury in Chicago habe den 37-Jährigen wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung angeklagt, gab Sonderstaatsanwalt Dan Webb vom Bezirk Cook County bekannt. Smollett werden Falschaussagen vor der Polizei vorgeworfen. Am 24. Februar soll er vor Gericht erscheinen.

Angriff vorgetäuscht

Eine frühere Anklage gegen den Schauspieler war im vorigen März überraschend fallen gelassen worden. Der schlagzeilenträchtige Fall hatte im Januar 2019 begonnen, als Smollett der Polizei erzählte, er sei nachts nahe seiner Wohnung von zwei maskierten Männern angegriffen worden. Im Februar wurde der Schauspieler wegen mutmaßlicher Falschaussagen festgenommen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein von @jussiesmollett geteilter Beitrag am Jan 23, 2019 um 8:36 PST

Laut Ermittlern soll er die Männer bezahlt haben, um die Attacke gegen ihn vorzutäuschen. Der schwule und afroamerikanische Schauspieler wollte damit seine Karriere vorantreiben, hieß es. Smollett wies die Vorwürfe zurück, schließlich wurde die Anklage fallen gelassen.

Die Stadt Chicago, die für Polizeiermittlungen in dem Fall viel Zeit und Geld investierte, reagierte empört. Sie reichte im vorigen Jahr eine Zivilklage gegen Smollett ein, um die Kosten wett zu machen. (dpa/KT)