Kampf gegen Waldbrände in Südfrankreich dauert an

Tausende Anwohner und Touristen mussten vor den Bränden fliehen.
Tausende Anwohner und Touristen mussten vor den Bränden fliehen.

Daniel Cole/AP/dpa

18.08.2021 14:18 Uhr

Die Brände im Hinterland von Saint-Tropez waren nach großer Trockenheit und Hitze am Montag ausgebrochen. Jetzt gibt es ein erstes Todesopfer zu beklagen.

Mit einem Großaufgebot kämpft die Feuerwehr in Südfrankreich weiter gegen ausgedehnte Waldbrände. Die Behörden meldeten einen Toten. Die Flammen im bergigen Hinterland der Bucht von Saint-Tropez seien noch nicht unter Kontrolle.

7000 Hektar Gelände seien bereits verbrannt, teilte die Präfektur in der Mittelmeerstadt Toulon am Mittwochmorgen mit. Über 7000 Anwohner und Touristen, die in Sicherheit gebracht worden waren, hätten die Nacht in 15 Notunterkünften verbringen müssen.

900 Feuerwehrleute seien im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Es werde daran gearbeitet, die Telefon- und Stromversorgung wieder herzustellen.

Unterdessen kam ein Mensch in den Flammen ums Leben, wie die Präfektur mitteilte. Nach Angaben des Senders „France Bleu Provence“ sei ein etwa 50 Jahre alter Mann von einem Freund tot in seinem ausgebrannten Haus entdeckt worden. Nach Angaben der Präfektur wurden bislang fünf Feuerwehrleute bei dem Einsatz leicht verletzt, rund 20 Menschen erlitten eine Rauchgasvergiftung.

Die Brände waren nach großer Trockenheit und Hitze am Montag ausgebrochen. Wind fachte die Flammen trotz aller Löscheinsätze – auch mit Flugzeugen und Hubschraubern – immer wieder an.

Zudem bekämpften über 300 Feuerwehrleute einen weiteren Brand in der Nähe des südfranzösischen Weinorts Beaumes de Venise in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. 130 Menschen, darunter auch Touristen, wurden in Sicherheit gebracht. Wie die Präfektur in Avignon mitteilte, erlitten sechs Einsatzkräfte einen Hitzschlag, zwei Feuerwehrfahrzeuge verbrannten.