25.10.2020 00:03 Uhr

Kanye West: Seine Alternative zu Abtreibungen

US-Popstar Kanye West stellt eines klar - er ist kein prinzipieller Abtreibungsgegner. Der Musiker hat allerdings schon einen Alternativplan parat.

Foto: Imago Images / Zuma Press

Die US-Wahlen sind bereits im vollen Gange, und auch wenn Kanye West (43) keinerlei Chancen auf einen Sieg hat, gibt er nicht auf. Diese Woche trat der Rapper in dem beliebten Podcast „The Joe Rogan Experience“ auf.

In einem dreistündigem Interview sprach er unter anderen wieder über das schwierige Thema Abtreibung und seinem Standpunkt dazu.

Er spricht erneut über Fast-Abtreibung von North

Zunächst einmal ging es in dem Gespräch wieder darum, dass Kanye West seine Ehefrau Kim Kardashian (40) vor acht Jahren zu einer Abtreibung überreden wollte. Angesprochen auf seinen kontroversen Auftritt in South Carolina sagte er:

„Ich habe geweint, weil ich beinahe – weil Kim und ich – beinahe nicht die Familie gegründet hätten, die wir heute haben. … Die Vorstellung von Abtreibungen füllt meine Augen mit Tränen. Ich war ein Teil dieser Kultur, die Abtreibungen unterstützt. Ich habe damals gedacht, dass ich zu beschäftigt sei, um ein Vater zu werden.“

Kanye West ist nicht gegen Abtreibungen

Nichtsdestotrotz schiebt Kanye West nach, dass er kein prinzipieller Abtreibungsgegner sei. Seiner Ansicht nach sollte die Diskussion allerdings anders geführt werden.

Er sagte weiter: „Wir müssen die Themen Abtreibung und Frauenrechte getrennt voneinander behandeln. Ich bin Christ und damit für das ungeborene Leben. Wenn ich ins Amt komme, werde ich die bestehenden Gesetze aber nicht ändern. Mir ist klar, dass wir in einer nicht perfekten Welt leben. Ich werde einen Plan A präsentieren, der die Bewertung von Pflege- und Adoptivkindern verändert.“

Mehr Unterstützung für Pflegekinder

Konkret meint der Grammy-Gewinner damit Folgendes: Anstatt Abtreibung zu verbieten, will er eine attraktive Alternative für Menschen bieten, die sich nicht für ein Kind bereit fühlen. Er will Einrichtungen für Waisen- und Pflegekinder schaffen, die den Kleinen ein schönes Leben bieten. So kann eine Frau, die das Kind nicht behalten will, ihr Baby guten Gewissens abgeben.

Auf die einfach Idee Familien mit mehr Einrichtungen wie kostenlosen Kindergärten, einer bezahlten Elternzeit oder einem höheren Kindergeld zu unterstützen, kommt Kanye West allerdings nicht.

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Kanye West will weiter Präsident werden

In dem Gespräch wird deutlich, dass Kanye West seinen Plan, der Präsident von den USA zu werden, weiterhin ernsthaft verfolgt. Die Aussichtslosigkeit auf einen Wahlsieg 2020 ist ihm wahrscheinlich bewusst. 2024 scheint für ihn aber immer noch realistisch zu klingen.

Es wird sich zeigen, ob seine politischen Ambitionen einen solch langen Atem haben.