12.06.2020 23:22 Uhr

Kanye West und seine seltsamen Thesen zu Michael Jackson

Trotz der schrecklichen Vorwürfe gegen Michael Jackson vertritt Super-Rapper Kanye West die Ansicht, dass man nicht schlecht über die Ikone sprechen sollte.

imago images / ZUMA Press

Michael Jackson gehört zweifelsohne zu den bedeutsamsten Musikern des vergangenen Jahrhunderts. Er ist vollkommen zurecht eine Legende. Es besteht allerdings auch kein Zweifel daran, dass die Anschuldigungen gegen ihn wegen Pädophilie untrennbar mit seiner Person verbunden sind.

Kanye West und seine seltsamen Thesen zu Michael Jackson

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Maulkorb für Michael-Jackson-Kritiker

Für Kanye West, der den „King of Pop“ stets zu seinen wichtigsten Vorbildern zählte, steht allerdings fest, dass man sich nur an die Kunst des Stars erinnern sollte. Im Interview, das er für das Magazon „i-D“ mit Pharrell Williams (47) führte, sagte er:

„Wir sollten etwas haben, dass es Firmen nicht erlaubt unsere Helden schlecht zu machen. Nicht auf Gossip-Websites wie The Shade Room, in den soziale Medien und vor allem nicht in Dokumentationen.“

Wow, mit diesem Statement erlaubt sich der Musiker einmal wieder eine ziemlich deutliche Aussage. Diese wirft etliche Frage auf, insbesondere solche nach Kanye Wests Verständnis von Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Opferschutz. Es zeigt einmal mehr, dass der früher sehr kritische Musiker inzwischen leider nur noch weltfremd ist.

Zugegeben, es konnte nie belegt werden, dass Michael Jackson Kinder sexuell missbraucht hat, auch wenn dies in der Presse oft so dargestellt wird. Tatsächlich spricht sogar vieles dafür, dass die Anschuldigungen gegen ihn unwahr sind und vielmehr der Erpressung dienten.

Nichtsdestotrotz können und dürfen derartige Verdachtsfälle nicht unter den Teppich gekehrt werden. Auch nicht bei Menschen, die mit ihrer Kunst Großartiges bewirkt haben.

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