Dienstag, 19. Februar 2019 21:25 Uhr

Karl Lagerfeld über Lustgreise & Nutten: Seine 50 schärfsten Sprüche

Foto: Agostino Fabio/WENN.com

40 Jahre setzte er Trends. Zunehmend wurde Karl Lagerfeld exzentrisch, überheblich, besserwisserisch – aber doch immer verehrt, gar gefürchtet. Der Chanel-Chefdesigner war scharfzüngig und konnte körberweise  Giftpfeile aussenden. Wehe dem, den er nicht mochte! Wir haben aus Anlass seines Todes 50 bemerkenswerte Zitate herausgekramt.

Karl Lagerfeld über Lustgreise & Nutten: Seine 50 schärfsten Sprüche

Foto: WENN

Über prominente Zeitgenossen

– Über Heidi Klum: „Ich kenne sie nicht. Claudia kennt sie auch nicht. Die war nie in Paris, die kennen wir nicht.“

– Über Pippa Middleton, Schwester von Herzogin Kate: „Ich mag ihr Gesicht nicht. Sie sollte nur ihre Rückseite zeigen.“

– Über Wolfgang Joop: „Er sieht aus wie eine alter Geisha. Sein Drama ist, dass er nicht Ich ist. International kennt ihn doch keiner. Er kann alles gut imitieren, aber er hat keinen eigenen Stil“.

– Über Popstar Adele: „Sie ist ein bisschen zu fett, aber sie hat ein schönes Gesicht und eine himmlische Stimme.“

– „Wäre ich eine Frau in Russland, wäre ich lesbisch. Die Männer sind sehr hässlich.“

Jennifer Lopez zu Lagerfeld bei ‚Wetten, dass…?‘: „Für die Chanel-Show habe ich meiner Tochter Emme eine kleine Tasche des Labels geschenkt. Und Chanel hat ihr einen Anstecker geliehen.“ Lagerfeld: „Geliehen?! Das kann doch nicht wahr sein!“

– Markus Lanz fragt nach, ob J.Lo bei Chanel Rabatt bekäme. Der Designer: „Ich glaube nicht, dass Jennifer Lopez nach Rabatt fragt. Und ausserdem sitze ich nicht an der Kasse.“

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Über sein Ego

– „Zwischen mir und dem Rest der Welt steht eine Glaswand“.

– „Ich leide an einer Überdosis meiner selbst“.

– „Die Sonnenbrille ist mein mobiler Lidschatten. Durch sie sieht alles ein bisschen jünger und schöner aus.“

– „Stress – kenne ich auch nicht. Ich kenne nur Strass“.

– „Sehe ich aus wie jemand, der kochen kann? Ich kann eine Dose Cola Light aufmachen und damit hat sich das.“

– „Denken ist genau das, was ich vermeide. Ich möchte ein angenehmes Leben ohne Probleme haben.“

– „Meine Meinung ist nur zum Privatgebrauch. Ich hasse nichts mehr als Designer, die auf intellektuell machen. Ich bin nicht intellektuell, nur ziemlich kultiviert.“

Über billige und verachtenswerte Leute

– „Das Schlimmste sind Leute, die schlecht aus dem Mund riechen. Das ist, als ob man in ein Jauchefass geschmissen wird. Leider kommt das auch bei Mitarbeitern vor. Von einem musste ich mich trennen.“

– „Ich hasse das Wort billig. Menschen sind billig. Bekleidung ist dagegen teuer oder preiswert.“

– Wie man sich am besten schlafen legt: „Ich bin der Meinung, jeder sollte so zu Bett gehen, als hätte er ein Date vor der Türe stehen.“

– „Modemacher sind Geschmacks-Diktatoren“.

– „Wer mich hintergeht, muss wissen, dass ‚Vergebung‘ nicht zu meinem Wortschatz zählt.“

– „Ich lache darüber, wie schlecht ich immer gelaunt bin.“

Karl Lagerfeld über Lustgreise & Nutten: Seine 50 schärfsten Sprüche

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Über Schönheit, Geld und Erfolg

– „Eine Frau ohne Stil hat auch in einem Kleid mit Stil keinen Stil.“

– „Ich finde es besser, wenn sich Leute im Grab umdrehen, als ewig zu ruhen.“

– „Das Rauskommen nach einer Schau ist eine gute Disziplin für mich. Denn ich muss aufpassen, dass ich nicht aussehe wie ein alter Gartenzwerg zwischen all diesen 20-Jährigen.“

– „Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt.“

– „Man muss etwas Neues machen, wenn man den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen will.“

– „Ich bin eine Art Mode-Nymphomane, der nie einen Orgasmus hat. Ich bilde mir immer ein, ich könnte es noch besser machen.“

– „Man lernt nur aus seinen Fehlern. Erfolg hat noch keinem geholfen.“

– „Wer heute als schön gilt, wird morgen kaum noch zum Putzen bestellt.“

Quelle: instagram.com

Über kurze Hosen und Jogginghosen

– „Der emanzipierten Frau ins Stammbuch: Wer Ellbogen zeigt, kann auch Knie zeigen.“

– „Kurze Hosen fand ich schon immer erniedrigend – das ist etwas für dumme Jungs.“

– „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

– „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“

– Über seine Mutter: „Sie war so schlagfertig, dagegen bin ich richtig langsam. Alle mussten alles für sie tun – und sie tat für niemanden etwas. Und hinterher haben wir uns alle auch noch dafür bei ihr bedankt.“

– „Um meine Mutter zu zitieren: ‚Du hättest mehr aus dir machen können. Aber bei deinem Mangel an Ehrgeiz ist es schon okay, was du geschafft hast.“

– „Meine Mutter hat versucht, mich für das Klavierspiel zu begeistern. Eines Tages klappte sie den Klavierdeckel auf meinen Fingern zu und meinte: ,Zeichne lieber, das macht weniger Lärm‘.“

Karl Lagerfeld über Lustgreise & Nutten: Seine 50 schärfsten Sprüche

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Über Kinder und Klassenkameraden

– „Meine Mutter sagte: ‚Hamburg ist das Tor zur Welt. Aber es ist eben nur das Tor zur Welt, und da musst du raus.“

– „Wenn mich Deutsche ansprechen, um mir zu erzählen, dass sie auch Deutsche sind, sage ich immer: Davon gibt’s 80 Millionen.“

– „Kinder reden doch immer Stuss. Deshalb hasste ich als Kind andere Kinder.“

– Über zwei Klassenkameraden, die ihm der Show bei Maischberger eingespielt wurden: „Ich kenne die nicht! Ich habe nie mit Kindern gespielt. Ich habe Kinder gehasst! Bitte nehmen Sie mir diese grauenhaften Lustgreise da weg!“

– „Ich kenne niemanden aus meiner Generation. Ich finde diese Leute entsetzlich. Selbst Jüngere sprechen nun schon von Kreislaufproblemen.“

– Über das Altern: „Am schlimmsten sind diese Lippen-Operationen. Es gibt Leute, die das machen, die erkenne ich nicht wieder. Sie sehen aus, als wären die bei einem Autounfall durch die Scheibe gegangen und schlecht wieder zusammengenäht worden. Meinen Sie, ich sollte auch mal etwas an mir machen lassen?“ (Die Zeit)

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von KARL LAGERFELD (@karllagerfeld) am Jan 1, 2019 um 2:39 PST

Über Selfies und Nutten

– „Ich bin immer der gleiche dumme Hamburger Junge. Als Kind war ich wahnsinnig selbstgefällig. Heute bin ich mir selbst gegenüber gleichgültig, ironisch, distanziert.“

– „Meine Schwester ist ein Engel, eine Heilige. Ich bin das Gegenteil von ihr: Faul und egoistisch.“

– „Ein Selfie ist elektronische Masturbation.“

– „Witzig zu sein macht keinen Spaß. Sie müssen amüsant sein.“

– Auf die Frage nach seiner Sexualität: „Wer bitte hat Ihnen erzählt , dass ich lieber Männer als Frauen mag? Woher nehmen Sie diese scheinbare Gewissheit?“ (Magazin Numero)

– Über Prostitution: „Natürlich ist es schlecht, dass ein Zuhälter eine kleine 15-jährige auf die Straße schickt. Aber die Leute, die alt genug sind und das freiwillig machen? Warum nicht? Wie gesagt, es ist eine französische Kunstform. Die Modelle bei Toulouse-Lautrec, bei Manet, bei Degas – das waren keine Frauen der großen Welt, das waren Nutten.“ (Welt am Sonntag)

– Über die MeToo-Debatte: „Ich habe von einem Mädchen gelesen, das sich darüber beschwerte, dass ihr ein renommierter Stylist die Hose ausgezogen habe. Das ist doch unglaublich – wenn man nicht möchte, dass an einem herumgezupft wird, soll man doch kein Model werden!? So jemand soll lieber ins Kloster gehen, dort brauchen sie dringend Nachwuchs.“ (Magazin Numero)

– Auf die Frage von ‚Vogue‘, wen er 2017 gewählt habe: „Ich wähle nicht. Ich finde alle grauenhaft.“

– „Zukunft ist die Zeit, die übrig bleibt.“

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