Montag, 8. April 2013 20:59 Uhr

Katja Riemann: „Scheiße bleibt länger haften als Chanel“

Katja Riemann beschäftigt sich nicht gerne mit Vergangenem, was ihr heute auch leichter fällt.

Die umstrittene Schauspielerin gesteht im Interview mit der ‚B.Z. am Sonntag‘, dass sie „eigentlich gar nicht“ gerne zurückblickt, wenn es um ihr eigenes Leben geht. Allerdings komme sie nun in ein Alter, in dem ihr immer wieder Dinge von früher einfallen würden.

Katja-Riemann

„Wenn man noch jünger ist, will man sich an gewisse Dinge nicht erinnern, weil sie noch so nah sind, schmerzlich sind. Doch wenn der Abstand größer wird, wird der Schmerz weniger heiß. Die Situationen sind zwar immer noch die gleichen, aber die Distanz ist gegeben“, erklärt die 49-Jährige.

„Man kann sich das genauer ansehen und reflektieren, daraus ergeben sich vielleicht auch neue Erkenntnisse. Ich habe das Gefühl, jetzt Lust zu haben, zurückzublicken und finde es auch noch aufregend. Das heißt aber nicht, dass ich jetzt am Ende meines Lebens bin, aber ich traue mich, Dinge anzusehen, die mir als junger Mensch passiert sind.“

Dabei ist ihr auch durchaus klar, warum man sich eher an negative als an positive Dinge zurückerinnert. „Weil Negatives immer stärker ist, weil auch Scheiße länger haften bleibt als Chanel. Oder? Es ist natürlich ein Prozess, an die komplizierten, verstrickten und schmerzhaften Situationen seines Lebens zurückzudenken. Man traut sich nicht so, weil sich der Schmerz wieder entzünden könnte.“ (Bang)

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