Kleingärten in Corona-Pandemie neu entdeckt

Viele verwilderte ehemalige Kleingärten sind in der Gartenanlage «Einheit» zu sehen.
Viele verwilderte ehemalige Kleingärten sind in der Gartenanlage «Einheit» zu sehen.

Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa

11.08.2021 08:35 Uhr

Kleingärten werden wieder beliebter. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde sieht Jahren schon einen Aufwärtstrend - nicht erst seit der Corona-Pandemie.

Seit Beginn der Corona-Pandemie scheinen einige Menschen den Schrebergarten neu für sich zu entdecken.

„Selbst in Lagen, die vor der Corona-Pandemie teilweise leerstehende Parzellen aufwiesen, gibt es jetzt oft wieder Wartelisten“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde (BDG) Stefan Grundei. Er sieht die Ursache für die steigende Nachfrage nicht nur in der Viruskrise. Nach Darstellung Grundeis hat Corona einen ohnehin seit Jahren bestehenden Trend „hin zum Kleingarten“ verstärkt.

Rund 900.000 Kleingärten vereint der BDG derzeit nach eigenen Angaben unter seinem Dach. Weitere 200.000 seien bei anderen Einrichtungen organisiert, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Abgeordneter und der Linken vom Juni hervorgeht. Im Jahr 1990 seien es hingegen noch etwa 1,3 Millionen Kleingärten gewesen.