Dienstag, 28. Januar 2020 12:42 Uhr

Kobe Bryant: „Nebel so dicht, als schwimme man in einem Becken mit Milch“

imago images / ZUMA Press

Der Tod von Kobe Bryant hätte wohl nicht tragischer sein können. Gemeinsam mit seiner erst 13-Jährigen Tochter Gianna stürzte der NBA-Spieler während eines Helikopter-Flugs  ab. Mit den beiden starben weitere sieben Passagiere, inklusive des Piloten.

Das Unglück ereignete sich am 26. Januar gegen 9.45 Uhr Ortszeit. Während die Umstände der Tragödie zunächst nicht ganz klar waren, sind nun rund zwei Tage später genauere Details bekannt geworden.

Kobe Bryant: "Nebel so dicht als schwimme man in einem Becken mit Milch"

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Erst drei Opfer geborgen?

Demnach war die Basketball-Legende mit seiner Tochter Gianna auf dem Weg zu einem Turnier des Teenagers, das in Thousand Oaks nördlich von Los Angeles stattfinden sollte. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel stürzte der Helikopter ab.

Der Unfallort wird derzeit noch von Experten untersucht, um den Vorgang so präzise wie möglich zu rekonstruieren.  Zudem ist das Gelände für Fahrzeuge so unzugänglich, dass nach wie vor nicht alle Opfer geborgen werden konnten.Von den neun Insassen konnten bisher erst die Leichen von drei Personen aus den Trümmern befreit werden.

„Katastrophale Unfallstelle“

In einer Pressekonferenz teilte ein Gerichtsmediziner mit, dass die Bergung deswegen erst in den nächsten Tagen abgeschlossen werden könne. „Es ist eine recht katastrophale Unfallstelle. Die Trümmer lägen in dem hügeligen Terrain nahe Los Angeles sehr weit verstreut“, erklärte Jennifer Homendy, eine Sprecherin der US-Behörde für Transportsicherheit zudem mit.

Fest steht jedenfalls, dass es am Sonntag als der Hubschrauber den Boden verließ in der Hügellandschaft Calabasas in Kalifornien so nebelig war, dass selbst die Helikopter der Polizei nicht in die Luft starteten.

Pilot setzte Flug mit gleicher Geschwindigkeit fort

Nur wenige Minuten bevor der Hubschrauber abstürzte, bat der Pilot Fluglotsen noch per Funk darum, ihn durch den dichten Nebel zu führen. Er wolle aufsteigen, um die Wolkenschicht zu umfliegen. Zu diesem Zeitpunkt flog der Helikopter allerdings schon so tief, dass er von dem Radar und den Lotsen nicht mehr erfasst und lokalisiert werden konnte. Das berichtet ‚CNN‘ und beruft sich dabei auf Mitschnitte aus dem Funkverkehr.

Zu diesem Zeitpunkt konnte der Pilot bereits kaum noch was sehen und setzte den Flug dennoch mit rund 300 kmh fort – worauf er in eine Hügelkette krachte, was die weitläufige Streuung der Trümmer erklärt. Bei einem „normalen“ Absturz sei das Trümmerfeld deutlich kleiner.

Die „New York Times“ zitiert einen Zeugen, der laut „n-tv“ gesagt habe, der Nebel sei am Unfallmorgen „so dick gewesen, als schwimme man in einem Becken mit Milch“. Am Ende war die Tragödie also wohl der Entscheidung des Pilots geschuldet, trotz der schlechten Sichtverhältnisse zu fliegen.

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