Sonntag, 10. Juni 2012 19:52 Uhr

Komödie „Starbuck“: Was tun, wenn man Vater von 533 Kindern ist?

David Wozniak (Patrick Huard), ein ewiger Teenager im Alter von 42 Jahren, entschließt sich, endlich sein Leben in den Griff zu kriegen. Dummerweise schuldet er ein paar Gangstern auch noch 80.000 Dollar. Sein Versuch, mit einer kleinen Marihuana-Plantage Geld zu verdienen, scheiterte kläglich. Doch genau in dem Moment entdeckt er, muß er zur Kenntnis nehmen, er der biologische Vater von 533 Kindern ist.

Und auf einmal gestaltet sich sein Dasein viel komplizierter als erwartet.

Zwischen 1990 und 1992 spendete David mehrfach Sperma – für 35 Dollar pro Dosis. Aufgrund eines Fehlers verwendete die Klinik ausschließlich das Ergebnis seiner Handarbeit – das Resultat: 533 Kinder. Zwar ist der anonyme Vater noch von dem Pseudonym ‚Starbuck’ – nach dem gleichnamig-legendären Zuchtbullen – geschützt, aber 142 seiner Sprösslinge (darunter Kind Nr. 2 zum Beispiel ist ein traumhafter Bademeister – siehe Foto unten) haben eine Sammelklage angestrengt, um seine wahre Identität zu erfahren. Und Starbuck’s Anwalt (Antoine Bertrand) kämpft mit vollem Einsatz für dessen Anonymität.

Die gnadenlose Komödie ‚Starbuck‘ kommt am 16. August in die deutschen Kinos. Und den Balken über den Augen des Hauptdarstellers müssen wir ertragen. Köstlich.

Regisseur Ken scott sagte dazu: „Ursprünglich wollten mein Koautor Martin Petit und ich von einem Mann erzählen, der viele Kinder hat. Wir planten, eine Komödie zum Thema Vaterschaft zu schreiben, und so entschieden wir uns für einen Plot, den wir für extrem hielten: ein Samenspender mit 150 Kindern. Weil die Zahl so unglaublich hoch war, glaubten wir, dass sich daraus eine gute Komödie ergeben sollte.

Allerdings waren wir unsicher, ob das nicht die Glaubwürdigkeit der Geschichte beeinträchtigen würde. Doch einen Monat, nachdem wir das Projekt angestoßen hatten, zirkulierte in allen Medien die Meldung von einem Samenspender, der 500 Kinder gezeugt hatte. Wir waren sprachlos. Unsere bescheidenen 150 waren nichts im Vergleich zur Realität. Hier ist also die überaus glaubhafte Geschichte eines Mannes, der herausfindet, dass er 533 Kinder hat.“

Der 43-jährige kanadische Schauspieler Patrick Huard, Comedian, Autor, Moderator, Regisseur und Produzent konnte bereits sein 20-jähriges Branchenjubiläum feiern. Im Kino war er in rund 15 Spielfilmen zu sehen, darunter La Vie après l’Amour (2000), Nez Rouge (2003), Sur le Seuil (Evil Words, 2003), Maman Last Call (2005), Monica la Mitraille (2004), Cadavres (2009), Bon Cop Bad Cop (Good Cop Bad Cop, 2006), der größte kanadische Kassenerfolg aller Zeiten, bei dem er am Drehbuch beteiligt war, und Funkytown, Québecs Top-Hit des Jahres 2011.

Wer ist eigentlich Starbuck?

Name: Hanoverhill Starbuck
Samencode: 73 HO 431
Klassifikation : Ex.-Extra 85
Geboren: 26. April 1979
Gestorben: 17. September, 1998 (als ältester Bulle, der je in einem künstlichen Besamungszentrum gehalten wurde)
Gewicht: 1,173 Tonnen
Größe: 1,87 Meter

Seine Nachkommenschaft
• Mehr als 200.000 Töchter auf der ganzen Welt
• In Kanada: 36.976 Töchter
• Seine Töchter Lulu Hanoverhill Star wurde 1989 für $ 635.000 verkauft
• 209 nachgewiesene Söhne und 406 nachgewiesene Enkel
• Von Februar 1991 bis 1998 belegte durchgängig einer der Söhne oder Enkel den Spitzenplatz der kanadischen LPI Liste.
• 130 ‚All-Canadian’ und 82 ‚All-American’ Nominierungen
• Von 1986 bis 1995 wurde Starbuck bei fünf wichtigen Holsteiner-Ausstellungen in Kanada und den USA 27 Mal mit dem Titel ‚Premier Sire’ ausgezeichnet.
• 685.000 Samen-Einheiten in 45 Länder verkauft
• Gesamtnettoumsatz aus dem Samenverkauf: knapp $ 25.000.000
• Profitabelstes Jahr (1986/87): $ 4.873.658
• Geburtsjahr von Starbucks Klon Starbuck II Hanoverhill: 2000

Fotos: Ascot Elite

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