23.10.2008 23:21 Uhr

Kopfgeld für Paul McCartney

Ein in Wachs gegossener Kopf Paul McCartneys hat einem Obdachlosen offenbar eine Belohnung in Höhe von 2.000 Pfund (2.532 Euro) eingebracht. Der 41-jährige Anthony Silva hatte ursprünglich gedacht, der Kopf sei eine Halloween-Maske, als er ihn aus einem Müllsack hervorlugen sah. Beim Zeitungslesen fand er später jedoch heraus, dass er dafür eine saftige Belohnung einfordern konnte: „Ich hatte es nicht einfach in letzter Zeit, und konnte nur schlecht schlafen. Das ist jetzt genau das, was ich brauchte. Ich hoffe, mein Glück hat sich nun zum Besseren gewendet.“

Der Landstreicher, der steif und fest behauptet, er habe den Kopf seit dem Fund als Kissen gebraucht, möchte nun das verdiente Geld dazu nutzen, Steuerschulden abzubezahlen und eine warme Mahlzeit zu kaufen. Der in den Sechzigern angefertigte Kopf war von Joby Carters, einem Geschäftsmann, am vergangenen Donnerstag aus Versehen unter einem Sitz im Zug vergessen worden. Seitdem er eine Belohnung für das Auffinden der Skulptur ausgeschrieben hatte, war er jedoch von Anrufen angeblicher Finder nur so überhäuft worden: „Wir haben einen Anruf aus den Abbey Road Studios bekommen von einem Kerl, der behauptete, den Kopf zu haben.  Es kamen so viele Anrufe zu dem Thema bei uns an, dass meine Assistentin gebeten hat, ein Foto einzusenden, und, schau an schau an, da stand er mit dem Kopf in der Hand. Er hat uns dazu nicht viel gesagt, aber er wollte mich unbedingt persönlich treffen.“

Der Kopf soll in Kürze bei einer Versteigerung der Carters-Firma „Entertainment“ unter den Hammer kommen. Der Geschäftsmann sagte dazu: „Es war wirklich toll, das Ding zurückzubekommen. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das Ding jetzt nicht sehr viel Geld einspielt, nachdem ich 2.000 Pfund ausgegeben habe, es zurückzubekommen“.

Das Startgebot für Kopf wird 10.000 Pfund (12.660 Euro) betragen. Paul McCartney war auf Anfrage für einen Kommentar in der Angelegenheit nicht zu sprechen.

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