Freitag, 1. November 2019 20:25 Uhr

Kreatur Klum: Macht der Verkleidungs-Irrsinn überhaupt noch Spaß?

imago images / ZUMA Press

Als der Laster mit der Kreatur vorfährt, glaubt man sich eher in einem Alienfilm als beim Auftakt von Heidi Klums traditioneller Halloweenparty. Die Verwandlung des Models dauerte dieses Jahr mindestens zehn Stunden. Die Dame dreht ganz schön am Rad. Macht das eigentlich noch Spaß?

Heidi Klum hat sich als Deutsche in den USA ihren Ruf als „Queen of Halloween“ hart erarbeitet – und mit ihrem diesjährigen Kostüm den Verkleidungswahnsinn auf die Spitze getrieben. In einer mindestens zehnstündigen Styling-Prozedur am Donnerstag verwandelte sich der TV-Star in – ja in was eigentlich? Die Meinungen gingen auseinander: Von Cyborg mit heraushängenden Organen, über einen futuristischen Frankenstein bis zu einem Außerirdischen, bei dem ein paar Experimente schiefgegangen sind.

Kreatur Klum: Macht der Verkleidungs-Irrsinn überhaupt noch Spaß?

Foto: Charles Sykes/Invision/dpa

Jedenfalls zeigte das 46-jährige Model aus dem karnevalsbekloppten Rheinland viel nackte, wenn auch blutig-verweste Plastikhaut. Organe und Muskeln lagen frei, Schläuche reichten von den großen Brüsten zu den Schultern. Das durch Plexiglas hindurchschimmernde Gehirn von Alien-Heidi wurde noch mit einem Leuchtkranz versehen. Eins steht fest: Klums Halloween-Outfit war dieses Jahr nicht von dieser Welt.

Vorfahrt im LKW

Zu ihrer eigenen Promi-Party in New York wurde Klum dann auch in einem verglasten Laster vorgefahren, zusammen mit ihrem Mann Tom Kaulitz, der sich als verunglückter Astronaut mit zerborstenem Helm und blutigem Gesicht inszeniert hatte. In Instagram-Einträgen und auf Videos sind das Model und der Musiker dann später – in der Nacht zum Freitag – neben tanzenden Partygästen zu sehen.

Die Frage, die sich dabei aufdrängt: Wie sehr bleibt die eigentliche Party nach einem Verkleidungsmarathon und mit einem Kostüm ohne Bewegungsfreiheit auf der Strecke? Von ihren Fans bekommt Klum in den sozialen Medien jedenfalls Anerkennung: „Heidi Klum beweist wieder einmal, dass sie die Königin von Halloween ist, keine macht das so wie sie“, schrieb ein Twitter-Nutzer.

Für ihr schlagzeilenträchtiges Aussehen musste sie dabei einiges über sich ergehen lassen. Am Donnerstagmorgen hatte Klum – umringt von einem Team aus Stylisten, PR-Leuten und Smartphones – das Schaufenster eines großen Internethändlers an einer Einkaufsstraße in Manhattan betreten. Direkt gegenüber vom Empire State Building ließ sie sich bis zum Abend von Maskenbildnern für ihren filmreifen Auftritt verwandeln. Immer wieder winkte sie Schaulustigen vor dem Fenster zu oder bekam Handys gereicht, um ihre Social-Media-Kanäle zu bedienen.

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Foto: Charles Sykes/Invision/dpa

Jubiläumsparty

Es war schon das 20. Mal, dass Klum ihre mittlerweile traditionelle Halloween-Party geschmissen hat. Im vergangenen Jahr hatte sie sich als die knallgrüne Oger-Figur Fiona aus den „Shrek“-Animationsfilmen verkleidet – auch runzelige Oma, Vampir oder Außerirdische war Klum schon.

Dieses Jahr hatte sie ihr Kostüm bis zur letzten Minute geheim gehalten: „Ich verrate nur eins“, hatte Klum im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur gescherzt. „Ich werde mich weder als Fuchs noch als Otter verkleiden.“ (Benno Schwinghammer, dpa)

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Foto: Charles Sykes/Invision/dpa

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