Montag, 3. Dezember 2018 12:23 Uhr

Kristina Vogel: „Ich will leben, wie jeder in meinem Alter“

Das Schicksal von Kristina Vogel berührte in diesem Jahr Millionen. Die Bahnrad-Olympiasiegerin verunglückte beim Training auf einer Betonbahn und kollidierte mit einem anderen Fahrer. Seitdem sitzt die 28-jährige im Rollstuhl. Nun gab sie ihr erstes TV-Studio-Interview bei Günther Jauch.

Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Beim RTL-Jahresrückblick „Menschen, Bilder, Emotionen“ war die Sportlerin am Sonntagabend in Köln zu Gast und sprach erstmals live über ihr Schicksal.

Anders als man vermuten mag, sieht Vogel viel Positives in ihrem Unfall: „Ich habe zum ersten mal seit Jahren die Chance durchzuatmen, konnte mich drauf besinnen, was im Leben wichtig ist. Nicht das Im-Kreis-rumfahren, sondern die Familie, die einem den Rücken stärkt. Da sieht man, wie wichtig das eigentlich ist. Ich habe mir jahrelang viel Druck gemacht. Ich fühle mich jetzt wieder frei und habe Zeit, mich neu auszurichten und das zu tun, was mir am meisten Spaß macht.“

Kristina Anfang des Jahres mit CDU-Politiker Thomas de Maiziere. Foto: P.Hoffmann/WENN.com

Karriere als Paralympic-Sportlerin?

Bei dem schweren Unfall bei einem Training am 26. Juni im Cottbusser Radsportstadion wurde ihr Rückenmark ab dem siebten Brustwirbel durchtrennt. Nach wie vor trainiert die ehemalige Sportlerin im Unfallkrankenhaus Berlin intensiv an ihrer Genesung.

Quelle: instagram.com

An einer Karriere als Paralympic-Sportlerin denkt sie dennoch nicht und sagt: „Im Moment bin ich froh, keine Wettkämpfe bestreiten zu müssen. Um bei den Paralympics wettbewerbsfähig zu sein, würde es Jahre dauern. Denn ich will nicht Zweite werden, ich will gewinnen.“

Wichtig seit ihr im Moment, dass Leben zu genießen wie es kommt und fügt am Ende hinzu: „Ich will leben, das ist alles. Leben wie jeder andere Mensch in meinem Alter.“

Das könnte Euch auch interessieren