18.09.2020 22:15 Uhr

Lady Gaga schließt in „911“-Musikvideo mit ihrer Vergangenheit ab

Lady Gaga lässt die dunklen Tage hinter sich. Ihr Song "911" und das dazugehörige Musikvideo stellen für sie einen Neuanfang dar.

Featureflash Photo Agency/Shutterstock.com

Das neue Musikvideo von Lady Gaga (34) zu ihrem Song „911“ ist voller bunter, unterhaltsamer Bilder, beinhaltet aber eine ernste Botschaft. Es spielt in der Wüste, zunächst ist die Künstlerin mit Augenbinde scheinbar ohne Orientierung. Sie erblickt einen Reiter und folgt ihm in einen Innenhof. Dort erwarten sie verschiedene Personen, deren Handlungen auf den ersten Blick verwirrend wirken. Die Sängerin wird Teil des bunten Treibens, ehe der Clip eine unvorhergesehene Wendung nimmt.

Lady Gaga wacht als Patientin auf einer Bahre auf, das Make-up verschwommen, die Stirn blutig. Sanitäter kümmern sich um sie, im Hintergrund ist das Szenario eines Verkehrsunfalls zu erkennen. „Werde ich sterben?“, fragt die 34-Jährige unter Tränen. Eine Antwort erhält sie nicht.

„Wahre Geschichte, die jetzt Vergangenheit ist“

Mit dem etwa vier Minuten langen Clip teile die Künstlerin etwas „sehr Persönliches“, wie sie am Freitag (18. September) bei Instagram erklärt. Es handle sich um ihre Geschichte, „meine Erfahrung mit psychischer Gesundheit und die Art und Weise, wie Realität und Träume sich miteinander verbinden“. Die Bilder sprechen für sich.

In einem kürzlich veröffentlichten „Billboard“-Interview sprach Lady Gaga schon einmal über ihre Vergangenheit, die offenbar geprägt war von Stunden des Kettenrauchens, Weinens und Trinkens. „Früher wachte ich jeden Tag auf und erinnerte mich daran, dass ich Lady Gaga war – und dann wurde ich depressiv“, erzählte sie. Die Künstlerin litt an Depressionen. „Meine Existenz an und für sich war eine Bedrohung für mich.“

Nun sei sie jedoch „wach“, wie sie ihren Fans bei Instagram mitteilt. „Ich kann euch sehen, ich kann euch fühlen und ich danke euch, dass ihr an mich geglaubt habt, als ich große Angst hatte.“ Ihr früherer Alltag sei nun ein Film, „eine wahre Geschichte, die jetzt Vergangenheit und nicht Gegenwart ist“.

View this post on Instagram This short film is very personal to me, my experience with mental health and the way reality and dreams can interconnect to form heroes within us and all around us. I’d like to thank my director/filmmaker Tarsem for sharing a 25 year old idea he had with me because my life story spoke so much to him. I’d like to thank Haus of Gaga for being strong for me when I wasn’t, and the crew for making this short film safely during this pandemic without anyone getting sick. It’s been years since I felt so alive in my creativity to make together what we did with “911”. Thank you @Bloodpop for taking a leap of faith with me to produce a record that hides in nothing but the truth. Finally, thank you little monsters. I’m awake now, I can see you, I can feel you, thank you for believing in me when I was very afraid. Something that was once my real life everyday is now a film, a true story that is now the past and not the present. It’s the poetry of pain. A post shared by Lady Gaga (@ladygaga) on Sep 18, 2020 at 9:11am PDT

(cos/spot)

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