Sonntag, 29. März 2020 21:50 Uhr

Lauv über Musik, psychische Probleme und Corona

Foto: Stefan Kohli

Singer/Songwriter Lauv (25) begeistert schon seit Jahren seine Fans mit ehrlichen und emotionalen Songs wie “Sad Forever”, in denen er offen über Depressionen, männliche Verletzbarkeit und Herzschmerz singt.

Nun ist schickt er mit „How I’m Feeling“ sein erstes Album ins Rennen. Mit klatsch-tratsch.de sprach er über seine Musik, psychische Gesundheit, aber auch über sein aktuelles Seelenleben.

Lass uns über dein Debüt-Album sprechen, was vor wenigen Wochen herausgekommen ist. Warum hast du so lang damit gewartet es zu veröffentlichen und was ist das Konzept hinter der Platte?
Das Konzept dahinter ist, dass ich mich endlich akzeptiert und repräsentiert habe in dem Album. Das war, was ich wirklich damit machen wollte. Davor habe ich Musik immer nur vereinzelt veröffentlicht. Ich hatte eine Playlist, aber irgendwann hatte ich das Selbstbewusstsein als Künstler das Album als Ganzes anzugehen. Es ist so vielseitig und hat so viele verschiedene Stimmungen. Es ist mein “Hallo, das bin ich!”

In dem Album arbeitest du mit verschiedenen Persönlichkeiten. Was war die Idee dahinter?
Oh ja, dabei ging es darum die verschiedenen Seiten ai mir zum Ausdruck zu bringen und dieses Konzept sollte Spaß machen und trotzdem emotional sein. Dann kam die Idee zur “One Man Boy Band” hinzu und das wurde dann zu der Geschichte, dass die vielen Seiten meines Charakters um Aufmerksamkeit kämpfen und unbedingt die Macht haben wollen. Diese kommen dann aber zusammen und formen mein Ich.

Wenn du ein Teil einer Boyband wärst, welches Mitglied wärst du am ehesten?
Oh das ist schwer. Das hat mich noch niemand gefragt. Ich habe echt keine Ahnung (lacht).

In dem Album geht es oft um Einsamkeit und soziale Isolation. Wie kommt es dazu?
Das ist einfach etwas, was ich immer wieder erfahren habe. Das habe ich nie bewusst so gemacht. Es war so, dass ich Songs geschrieben habe, die einfach von Einsamkeit handelten. Besonders als ich mich auf meine Karriere und die sozialen Medien konzentriert habe ging es mir so. Ich habe einfach gelitten und wollte das ausdrücken.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Lauv (@lauvsongs) am Feb 29, 2020 um 5:03 PST

Mentale Gesundheit ist auch ein wichtiges Thema, was häufig in deinen Songs vorkommt und auch in der Gesellschaft momentan mehr Aufmerksamkeit erfährt. Hast du das Gefühl, dass du in der Vergangenheit zu viel geteilt hast ?
Nein, ich fühle mich sehr wohl mit dem, was ich mit der Welt geteilt habe. Ich denke es ist sehr wichtig. Menschen sind nicht dazu verpflichtet etwa zu tun, womit sie sich nicht wohlfühlen. Es ist umso bedeutender, wenn du dich wohlfühlst, deine Geschichte zu erzählen. Es hilft den Leuten wirklich, denke ich. Es hilft ihnen selbstbewusster zu sein und es hilft ihnen zu verstehen, was in sich vorgeht.

Wie gehst du mit dem Coronavirus um? Menschen kaufen momentan die Supermärkte leer. Bist du auch jemand, der auf Nummer sicher geht und ein paar Lebensmittel mehr einkauft?
Nicht wirklich. Ich bin in letzter Zeit viel gereist und war sehr beschäftigt (lacht).

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