12.04.2020 19:45 Uhr

Leonard Freier: „Mein ganzes Leben steht auf dem Kopf“

imago images / Future Image

Die Corona-Krise zwingt uns alle unser bisheriges Leben umzukrempeln und uns mit der Einschränkungen des öffentlichen Lebens abzufinden. Auch Ex-„Bachelor“ Leonard Freier leidet unter den Umstrukturierungen des Alltags.

Wie es ihm geht und wie sehr ihn die Pandemie beschäftigt, verriet Leonard Freier (35) in einem exklusiven Interview mit klatsch-tratsch.de. Der Versicherungskaufmann ließ auch durchsickern, ab wann die Pandemie, in seinen Augen, schwere wirtschaftliche Folgen haben wird.

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Alles steht auf dem Kopf

„Ich bin glücklicherweise gesund und alle meine Lieben auch“, erklärte der 35-Jährige. An seinem täglichen Leben habe sich aber „eine Menge“ verändert: „Ich habe eine fünfjährige Tochter, die geht normalerweise in die Kita. Das fällt momentan aus.“

Dass seine Frau Caona wegen der Vorkehrungen nicht arbeiten gehen kann, ist Segen und Fluch zugleich. Caona, die ein Restaurant besitzt, ist derzeit zuhause, das ihr Lokal geschlossen hat. Sie könne sich dafür um die Tochter kümmern, ist aber  finanziell beeinträchtigt.

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Der Brandenburger hat dagegen alle Hände voll zutun. „Ich habe im Moment genauso viel Arbeit, wie immer. Ich habe Beteiligungen an Restaurants, die auch alle geschlossen haben oder die nur in ganz kleinem Rahmen Essen zum Mitnehmen anbieten. Dann habe ich noch ein Bauprojekt, was stillsteht und arbeite noch für einen großen Versicherungskonzern“, erzählt Leonard.

„Da haben wir momentan ganz ganz viel Arbeit“, berichtet der Kaufmann.  Firmen und Kleinunternehmen würden gerade jetzt viel Hilfe benötigen. Die Organisation der 12 Angestellten sei wohl auch eine nie dagewesene Herausforderung: „Mein ganzes Leben steht total auf dem Kopf.“ Die Vorkehrungen hält er für „richtig und wichtig“, aber er hoffe trotzdem, so wie wir alle, “ dass es bald auch wieder zu Ende ist.“

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Ausgangssperre sollte bis Ende Mai aufgehoben werden

Als Versicherungskaufmann sieht er die Probleme praktisch aus erster Hand. Vor allem Unternehmen im öffentlichen Leben wie Gastronomie, Restaurants und Kinoarbeiter sind betroffen: „Da werden Existenzen daran kaputtgehen“, klagt Freier.

Zuschussmöglichkeiten, Kurzarbeit und Kredite würden die Lage etwas erleichtern: „Da hat der deutsche Staat schon relativ zeitnah eine Menge gemacht“, gibt Freier zu, doch das würde noch nicht ganz reichen. „Dann reicht das natürlich auch nur für einen begrenzten Zeitraum. Was man aus dem Bundestag hört, ist das wohl bis Ende Mai zu verkraften für unsere Wirtschaft, danach wird’s schwierig.“ (Anna Karolina Heinrich)