Mittwoch, 3. Juni 2020 17:30 Uhr

Lil Nas X kritisiert Blackout Tuesday als „schlechten Einfall“

imago images / MediaPunch

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd wird Amerika von einer Welle der Anteilnahme geflutet. Viele Aktionen sollen auf das Thema Alltagsrassismus aufmerksam machen– so auch der „Blackout Tuesday“.

Rapper Lil Nas X nennt den einen „schlechten Einfall“. Der 21-jährige Rapper kritisierte das Konzept, bei dem Prominente, Unternehmen, Plattenfirmen und Sportstars ihre Stimmen für die Black Lives Matter-Bewegung eingesetzt haben, indem sie am vergangenen Dienstag (02. Juni) nichts anderes als komplett schwarze Bilder auf ihren Social Media-Plattformen posteten.

Quelle: instagram.com

Es ist an der Zeit, Veränderungen zu fordern!

Lil Nas X machte bei der Aktion nicht mit, da er der Meinung ist, dass es nun wichtiger denn je sei, sich ganz deutlich gegen Rassismus auszusprechen und das nicht nur dadurch zu tun, indem man ein schwarzes Bild auf seinem Account teilt.

„Ich weiß, dass ihr es alle gut meint, aber… Bruder, einen Tag lang damit aufzuhören, ist die schlechteste Idee, die es jemals gab. Ich denke einfach, dass es nun wirklich an der Zeit ist, so hart wie nur möglich Veränderung zu fordern“, schreibt er auf Twitter.

Quelle: instagram.com

Und weiter: „Ich denke nicht, dass die Bewegung jemals so stark war. Wir sollten sie nicht verlangsamen, indem wir nichts posten. Wir müssen Informationen verbreiten und so laut wie nur möglich unsere Haltung kundtun.“

Der Rapper liefert auch gleich passende Ideen: „Ich will euch ja nicht nerven, aber wie wäre es damit, wenn wir Links zu Spendenaktionen und Petitionen auf Instagram teilen würden, anstatt von komplett schwarzen Postings.”

Im Gegensatz zu Lil Nas X machte etwa Superstar Rihanna bei der Blackout Tuesday-Bewegung mit und zeigte sich solidarisch, indem ihre Fenty-Modemarke einen Tag lang den Betrieb einstellte. (Bang)

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