Samstag, 16. März 2019 16:40 Uhr

Lily Allen: #MeToo wird doch gar nicht ernst genommen

Briten-Popstar Lily Allen ist der Meinung, dass die #MeToo-Bewegung größere Auswirkungen haben müsste.

Lily Allen: #MeToo wird doch gar nicht ernst genommen

Foto: John Rainford/WENN

In einem Gespräch mit der Zeitschrift „Civilian“ drückte die Sängerin ihre Gedanken und Gefühle offen aus und enthüllte, dass die Menschen schockierende Geschichten von sexueller Gewalt als „sensationell“ und „außergewöhnlich“ weiterverbreitet und dabei nicht bemerken würden, dass sexuelle Übergriffe gegen Frauen stattfinden.

Die Sängerin meint auch, dass die Leute die Ernsthaftigkeit dieser Anschuldigungen nicht beachten würden. „Niemand scheint zu reagieren. Es sind News und dann ziehen die Leute weiter“ Die Menschen sollten endlich die Bedeutung der #MeToo-Bewegung richtig erkennen“.

„Diese Dinge sind nicht sensationell und außergewöhnlich“

„Jeder denkt so ein bisschen ‚Ja, ja, das ist passiert, aber was erwartet ihr jetzt?‘ Ich denke, das ist die Gefahr bei der #MeToo-Bewegung.“. Allen fügte hinzu: ‚Das ist das Problem. Die Leute wollen über diese Dinge sprechen, als wären sie sensationell und außergewöhnlich. Sind sie nicht! Sie passieren die ganze Zeit mit jedem. Männer wollen es einfach nicht glauben und nicht erkennen, dass es etwas mit ihnen selbst zu tun hat oder dass sie eine Rechenschaftspflicht haben. Keine Ahnung, wie das Gefühl ist, ein reicher weißer Mann zu sein“.

Die #MeToo-Bewegung entstand nach einer Fülle von Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe gegen Filmmogul Harvey Weinstein.

Letztes Jahr erzählte Lily Allen von der angeblichen Begegnung ihrer Mutter,  Filmproduzentin Alison Owen,  mit Weinstein,  bei der es zu einem seltsamen Vorfall bei einer Filmvorführung kam.

Lily Allen wurde sexuell missbraucht

Außerdem enthüllte die Sängerin 2017, dass sie ebenfalls mal sexuell belästigt worden war und dass sie gegen ihren Peiniger rechtlich vorgehen würde.

In einem Podcast und in Bezug auf den Harvey-Weinstein-Skandal sagte Lily damals: „Ich bin belästigt worden. Ich kann aus rechtlichen Gründen nicht viel darüber reden, aber ich bin dabei, etwas zu tun“.

 

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