Samstag, 17. November 2018 12:06 Uhr

„Lindenstraße“: Das sagen die Promis zum Serien-Aus

Marie-Luise Marjan spielt Helga Beimer. Foto: WDR/Steven Mahner

Nach 34 Jahren wurde das Ende der ARD-Kultserie „Lindenstraße“ verkündet. Die ARD-Serie wird im März 2020 eingestellt. Nicht alle Fernsehzuschauer freut’s. Was sagen eigentlich die Promis zu dem Beben in der TV-Landschaft?

"Lindenstraße": Das sagen die Promis zum Serien-Aus

Marie-Luise Marjan spielt Helga Beimer. Foto: WDR/Steven Mahner

„Lindenstrassen“-Urgestein Marie-Luise Marjan (78, „Mutter Beimer“) meldete sich via ‚Bild-Zeitung zu Wort. „Der WDR hat uns zum Kult erhoben. Und Kult schafft man nicht ab. Kult bleibt! Wir haben alle Themen, die uns in Bewegung halten. Wir haben die ganze Bandbreite und die Menschen haben das mit uns verfolgt. Wir sind ja noch nicht zu Ende. Das Publikum wird sicher auf die Barrikaden gehen!“

Moritz Sachs (40), der seit der ersten Folge im Jahr 1985 als Klaus Beimer in der „Lindenstraße“ dabei ist, sagte ‚Focus.de‘: „Das Zuschauerinteresse war zuletzt eher wieder gestiegen. Und sparen kann man natürlich überall. Ich bin der Meinung, dass die „Lindenstraße“ ein relevantes Format ist, dass es geben sollte, es ist eine Institution. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kann es ja nicht nur darum gehen, Kosten zu sparen, sondern es geht auch darum, den Auftrag zu erfüllen. Aber wenn die ARD einen Weg gefunden hat, das ohne die „Lindenstraße“ zu tun, werden wir das wohl akzeptieren müssen.“

"Lindenstraße": Das sagen die Promis zum Serien-Aus

Moritz Sachs spielt Klaus Beimer. Foto: WDR/Steven Mahner

Filmemacher Til Schweiger (54), einst von Folge 220 bis 365 selbst Star der Serie, äußerte sich gegenüber der ‚Bild‘-Zeitung: „Ich finde es traurig, weil die Lindenstraße eine deutsche Institution gewesen ist. Ich finde das sehr schade.“

Christian Kahrmann (46, Folge 1 bis 520) sagte dem Blatt: „Ich bin vor 25 Jahren aus der ,Lindenstraße‘ ausgestiegen. Die Nachricht, dass die Serie jetzt bald endet, macht mich traurig und hat mich geschockt. Aber ich denke, das sind die Zeichen der Zeit. Die Sehgewohnheiten der Menschen haben sich einfach stark verändert.“

Tagesthema auch bei der Bambi-Gala

Auch der renommierte Filmproduzent Nico Hofmann (58) äußerte sich: „Die Lindenstraße hat mein Fernsehleben verändert, kein anderes Format hat so konsequent und so früh auf gesellschaftspolitische Inhalte gesetzt.“

"Lindenstraße": Das sagen die Promis zum Serien-Aus

Bill Mockridge mit seinem Sohn Luke 2014. Foto: Uta Konopka/WENN.com

Das Aus für den Dauerbrenner „Lindenstraße“ hat auch bei Prominenten auf der Bambi-Verleihung in Berlin unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. „Es ist eine Institution. Es war die erste Serie, die es in dieser Form gab. Aber irgendwann ist etwas auch mal auserzählt“, sagte Schauspieler Heino Ferch (55, „Comedian Harmonists“) der Deutschen Presse-Agentur.

„Mein Vater hat damals alle Folgen auf Videorecorder aufgenommen. Ich hätte ihn wahrscheinlich sehr stolz gemacht, wenn ich dort mal mitgespielt hätte. Diesen Wunsch kann ich ihm leider jetzt nicht mehr erfüllen“, erklärte Oliver Wnuk (42, „Stromberg“).

„The Voice of Germany“-Moderator Thore Schölermann (34), der mehrere Jahre in der mittlerweile eingestellten Soap „Verbotene Liebe“ mitgespielt hat, denkt vor allem an die Schauspieler und Mitarbeiter der Serie. „Das ist ja eine Produktion ähnlich einem Großunternehmen. Und dort stehen bald viele vor der Tür und wissen nicht, wohin sie sollen.“

„Es überrascht mich nicht“

Comedian Luke Mockridge (29), dessen Vater Bill jahrelang als Erich Schiller in der „Lindenstraße“ mitgespielt hat, nimmt das Aus der Kultserie mit Humor. „Das ist ja eine schreckliche Nachricht. Warum wurde der Bambi nicht abgesagt? Wie hat die Börse reagiert?“

Sein Vater Bill Mockridge 871), der 2015 nach 24 Jahren als Erich Schiller den Serientod starb, äußerte sich ebenfalls. „Es überrascht mich nicht“, erzählte der dem Bonner ‚Generalanzeiger.‘ „Das hatte sich ja bereits seit Längerem abgezeichnet. Auf meinen Tourneen durch Deutschland treffe ich viele Lindenstraßen-Fans in meinen Vorstellungen, und sie erzählen mir, sie gucken die Serie nicht mehr, weil sie nicht mehr das sei, was sie einmal war.“ Mockridge fügte hinzu: „Schon damals musste gespart werden, deshalb wurde unter anderem meine Rolle rausgeschrieben.“
(KT/dpa)

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