31.12.2020 18:00 Uhr

„Lindenstraße“-Star Christian Kahrmann muss sein Café schließen

Schauspieler und Barista Christian Kahrmann schließt sein Café - wahrscheinlich für immer. Der ehemalige "Lindenstraße"-Star räumte in den vergangenen Tagen das Inventar des "Kaufmann's Own" im Berliner Prenzlauer Berg.

imago images / Future Image

Tische und Bänke verkauft der Cafe-Inhaber für 60 bis 80 Euro. Ist die Corona-Krise schuld an seinem Aus als Gastronom? Vermutlich spielt diese Krise eine größere Rolle in der Entscheidung des 48-Jährigen. „Ich bin nicht pleite, ich sehe bloß in den nächsten Monaten für mich keine Zukunft in der Gastronomie“, verriet er gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Finanzielle Schwierigkeiten habe er aber trotzdem nicht. Der einstige Serien-Schauspieler ist sich sogar sicher, dass er „gegen die Pandemie und die Verordnungen“ angekommen wäre. Doch es war noch viel mehr, dass zum Scheitern führte. Ein Gerüst habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, einigermaßen gut durch das Jahr zu kommen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Christian Kahrmann (@christian_kahrmann_official)

Appell auf Instagram

„Wir wurden Anfang Mai durch Sanierungsarbeiten komplett eingerüstet“, so Kahrmann. „Die Kunden hatten kaum eine Chance, unter dem Gerüst unser Café zu erkennen, geschweige denn, ihren Kaffee bei dem Baulärm zu genießen.“

Das veröffentlichte der Schauspieler Anfang Mai auch auf seiner Instagram-Seite. Dort schrieb er: „Liebe Kunden und Freunde des Kahrmann’s Own! Meine Crew und ich sowie meine Lieferanten möchten uns vielmals für euren Support, Solidarität, Zuspruch und vor allem eure Treue für die zurückliegenden Wochen der Corona-Krise bedanken!“ Und weiter: Die Arbeiten sind für 10 Wochen angesetzt – ausgerechnet jetzt wo ab Freitag die Lockerungen kommen. Realistisch müssen wir sogar mit einer längeren Zeit bzw. Verzögerung und daher bedingten Behinderungen unseres Betriebes rechnen. Daher wären wir euch GERADE JETZT extrem dankbar – wenn es auch mal laut und vielleicht nicht der schönste Blick auf den Kiez ist – ihr uns weiterhin die Treue haltet und besucht“.

Pause von der Gastronomie

Es hat anscheinend nicht gereicht, nach acht Jahren ist nun Schluss. Selbst als er noch einmal versuchte, sich gerichtlich zu wehren gegen den Umbau, änderte sich Nichts an der Situation. Die Einnahmen aus dem ganzen Sommer brachen Kahrmann praktisch unter der Hand weg, so dass ihm letztendlich keinen anderen Ausweg mehr gab.

Ein Zurück scheint es vorerst nicht zu geben, denn einen Nachmieter gibt es bereits. Sogar die Schlüsselübergabe fand schon statt. Kahrmann blickt trotz allem optimistisch in die Zukunft. „Ich brauche jetzt erstmal eine Pause von der Gastronomie. Aber ich bin ein kreativer Kopf, der nicht stillsteht“. (SV)