„Lindenstrassen“-Star Christian Kahrmann braucht einen Rollator

Christian Kahrmann braucht einen Rollator
Christian Kahrmann braucht einen Rollator

© IMAGO / Sabine Gudath

08.05.2021 11:15 Uhr

"Lindenstrassen"-Legende Christian Karmann hat noch immer mit den Folgen seiner schweren Covid-19-Erkrankung zu kämpfen.

Der 48-Jährige Schauspieler lag im Koma, nachdem er im März ins Krankenhaus eingeliefert wurde. „Mein Zustand verschlechterte sich so sehr, dass ich dann drei Wochen ins künstliche Koma versetzt wurde“, erzählte Christian Kahrmann der „Bild“-Zeitung Anfang der Woche. Leber und Nieren versagten ihren Dienst. „Ich musste beatmet werden. Es stand bei mir Spitz auf Knopf, ob ich durchkomme.“

Vater verloren

Schließlich musste der Ex-Café- Besitzer, der inzwischen 15kg verloren habe, auch um seinen Vater Gerd trauern, der einer Infektion mit dem Corona-Virus erlag, während Kahrmann in der Klinik lag. Wie geht es ihm am Ende dieser Woche?

Karmann, der als Benny Beimer in der „Lindenstraße“ bekannt wurde, fühle sich weiter schwach und leide an Kurzatmigkeit, schilderte er der „Berliner Zeitung“. Sein Herz müsse „sehr lange Zeit mehr pumpen, weil es nicht viel Luft aufnehmen konnte“. Für kurze Wege brauche Kahrmann jedoch eine technische Unterstützung und nutzt einen Rollator. Selbst die Augen machen Probleme und auch der Geschmackssinn habe sich stark verändert. „Alles schmeckte versalzten und verbrannt.“ Die Ärzte mahnen Geduld an, weil es „einfach eine Weile dauert“.

Christian Kahrmanns Mahnung

Auch Kahrmanns Schwester und seine Mutter hatten sich seinen Angaben zufolge mit Covid-19 infiziert. Der Vater zweier Töchter sei sich allerdings nicht sicher, ob er seine Familie angesteckt habe.

Seine Mahnung an Corona-Leugner oder „Querdenker“ sei eine auf der Basis seiner eigenen schlimmen Erfahrung: „Es gibt keinen Grund zur Verharmlosung, das ist eine beinharte Krankheit!“ Und mit Blick auf die umstrittene Schauspieler-Kampagne #allesdichtmachen sagte Christian Kahrmann dem Blatt: „“Es soll sich keiner anmaßen, über dieses Virus zu urteilen oder die Maßnahmen mit irgendwelchen ironischen Filmchen herunterzuspielen“.

Sein Café „Kahrmann’s Own“ in Berlin hat die Coronakrise nicht überstanden. Am 31. Dezember 2020 musste er den beliebten Kiez-Treffpunkt nach acht Jahren schließen. (PV)