23.08.2020 10:59 Uhr

Lizzo: Nur Weiße haben ein Problem mit dem Wort „fett“

Sängerin Lizzo hält das Wort "fett" für gar nicht so schlimm und kontrovers, stattdessen fände sie es "normal", sich so zu bezeichnen.

Foto: Imago Images / Landmark Media

Die Musikerin, die eigentlich Melissa Jefferson heißt, ist selbst übergewichtig und setzt sich in den vergangenen Jahren vermehrt dafür ein, dass die Schönheitsideale in der heutigen Zeit breiter aufgefächert werden.

„Fett“ soll normal werden

In ihren Songs besingt die US-Sängerin Beauty-Normen und ruft zu mehr Selbstbewusstsein auf. Sie selbst bezeichnet sich problemlos als „fett“ und plädiert dafür, dass andere dasselbe tun.

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„In meiner Kultur ist das ein Kompliment“

Gegenüber „Me“ erklärte sie: „Es ist doch verrückt, dass es überhaupt als polarisierend gilt, das Wort fett zu verwenden. Wenn ich mich selbst als fett bezeichne, sagen die Leute: ‚Nein, du bist nicht fett, du bist wunderschön!‘ Als ob das eine das andere ausschließt!“

Besonders weiße Menschen hätten ein Problem mit der Bezeichnung, so Lizzo: „In meiner Kultur ist es ein Kompliment, wenn du einen fetten Arsch hast. Ich habe immer gelacht, wenn Weiße in Fernsehshows fragen: ‚Sieht mein Hintern in dieser Hose fett aus, Donna?‘ Als wäre es das Schlimmste auf der ganzen Welt!

Grüne Haare und Sternchen auf dem Körper

Die Sängerin fügte hinzu: „Da wo ich herkomme, sagen die Jungs: ‚Yeah, sie hat einen fetten Arsch!‘ Es ist also auch ein kulturelles Ding.“

Die Musikerin ist inzwischen bekannt dafür, ihren persönlichen Look auch immer mal wieder spontan zu verändern. Vor wenigen Wochen veröffentlichte die 32-Jährige ein Foto von sich auf Instagram, auf dem sie plötzlich grüne Haare hat und lediglich mit ein paar großen Klebe-Sternchen bekleidet ist. Dazu schrieb sie: „Wenn sie davon reden, dass ich ein Star bin, dann meinen sie das“.

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Lizzo leidet an psychischen Problemen

Vor einigen Wochen hatte die Sängerin ihre psychischen Probleme öffentlich gemacht und im Interview mit der australischen ‘Marie Claire‘ gestanden: „Manchmal habe ich negative Gedanken und ich fühle mich, als würde ich sterben. Ich habe gelernt richtig zu atmen, wenn das passiert. Ich habe das Privileg, Kreisatmung praktizieren zu können, um meine Angstzustände in den Griff zu kriegen. Ich weine und spreche mit meinem Therapeuten, bis dieses drückende Gefühl verschwunden ist.“

(Bang/KT)

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